Mittwoch, Februar 15th, 2012, 12:11

ebay Käuferschutz? Pustekusten! 

Ich bin ja ein recht gutgläubiger Mensch. Und ich dachte bisweilen, dass ich mich im Internet gut auskenne. So bestelle ich viel bei amazon und ebay und bisher gab es auch keine nennenswerten Probleme. Was ich allerdings nicht wusste ist, dass ebay einen im Gegensatz zu amazon einfach hängen lässt, wenn es Probleme gibt.

So kam es, dass ich also einen Drucker ersteigerte und auch bekam. Jedoch war er defekt. Ich hatte dem Verkäufer das Geld logischer Weise schon überwiesen. Da sehr viele ebayer ihre Artikel ohne paypal und per »normale« Überweisung anbieten, dachte ich mir nichts weiter dabei. Hätte ich aber mal tun sollen, wie sich herausstellte.
Denn nach langem hin und her mit dem Verkäufer und einem Anruf bei ebay, weiß ich nun, dass ebays ach so toller, überall groß angekündigter Käuferschutz nur bei paypal-Überweisungen greift. Nicht also bei „normalen“ Überweisungen. »Nö, da machen wir gar nichts« war die Aussage des ebay Mitarbeiters, als ich ihm meinen Fall geschildert habe. Als ich fragte, warum dann überhaupt normale Überweisungen angeboten werden, wenn es keinerlei Schutz für den Käufer gäbe, meinte der Herr: »Hm…kann ich Ihnen nicht sagen.« Ah ja…eine kompetente Auskunft.

Vielleicht damit ebay trotzdem Kohle für die Transaktionen kassiert und sich bei Problemen denken kann: »Nach uns die Sintflut.« Weil sie so weniger Arbeit bei gleichem Geld haben. Amazon hingegen steht immer hinter dem Kunden, egal ob er es direkt bei amazon oder bei einem marketplace-Anbieter kauft.
Wie ich aus einschlägigen Foren rauslesen konnte, hat ebay die Käuferschutzbestimmungen wohl vor einiger Zeit klamm und heimlich geändert. Nun hat man bei normalen Überweisungen keinen Käuferschutz mehr. Immerhin beruhigt es mich, dass meine Freunde ebenfalls aus allen Wolken gefallen sind, als ich ihnen von dem zuverlässigen »Käuferschutz« bei ebay berichtete. Immerhin kaufen und verkaufen die dort noch wesentlich mehr als meine Wenigkeit und wussten ebenfalls nichts von der Änderung. Zum Glück hatte ich einen ehrlichen Verkäufer, der mir das Geld zurückerstattet hat. Trotzdem: bei dieser Käufer unfreundlichen Einstellung kann mir ebay in Zukunft getrost den Buckel runterrutschen.

11 Comments

  1. 15. Februar 2012 @ 12:37

    Also ich wusste es… ;-)

    Aber auch nur warscheinlich, weil ich mich da mal ein wenig mehr mit beschäftigt habe, als ich einiges Verkaufen wollte… Als Verkäufer bist da teils auch der Ar… wenn Du nur 1 Teil verkaufst und nicht grad Massen an gleichen Zeugs… Die Gebühren werden immer höher und grad wenn man denkt, man habe ein klasse Verkauf gemacht, wird man über Gebühren von allen Seiten auf den Boden zurückgeholt… Und ich glaube sowas wie ein Verkäuferschutz gibts auch nur über PayPal…

    Vielleicht sollte ich auch mal bei Amazon nachschauen… Und dort ein paar alte DVDs oder so verscherbeln… :-)

  2. 15. Februar 2012 @ 13:32

    Benutz ich, ehrlich gesagt, auch nur noch zum Verkaufen von Dingen. Kaufen tu ich da nichts. Da bin ich dann auch lieber bei Amazon, wo ich bisher nur gute Erfahrungen mit dem Service gemacht habe.

  3. 15. Februar 2012 @ 15:48

    Versteh ich voll und ganz!

    Bei Marketplace von Amazon ist/war aber auch Vorsicht geboten. Als ich dort das letzte Mal ein Problem hatte, war der Schutz auf drei Mal (!) und bis zu 1000 € begrenzt.
    Bin schon vor Jahren von der Bucht weg, weil die Zustände für Verkäufer dort immer dreister wurden. Und vor lauter kommerziellen konnten man als Privat-Anbieter kaum noch punkten

  4. 15. Februar 2012 @ 17:18
    MrLuzifer:

    Joa, Ebay. Hab ich bestimmt schon fünf Jahre nichts mehr erstanden. Ich kaufe im Internet fast ausschließlich bei Amazon, vor allem wegen dem sehr guten Service. Hab mit denen schon öfter telefoniert und gab da nie größere Probleme.

  5. 15. Februar 2012 @ 20:01
    Kerish:

    Also ich wusste es, obwohl ich schon seit mindestens drei Jahren nichts mehr bei Ebay gekauft oder verkauft habe. Hatte aber nie Ärger mit Verkauf/Kauf dort. Wieso sie Käuferschutz bei PayPal anbieten ist klar, PayPal ist ein Tochterunternehmen von ihnen. Sie verdienen also doppelt wenn Du PayPal benutzt. Normale Überweisung müssen sie anbieten weil es mehr Leute gibt die PayPal nicht nutzen als solche die es tun.

  6. 15. Februar 2012 @ 21:43
    Klaus:

    Es steht beim Käuferschutz aber auch dabei, dass das nur mit PayPal gilt, wenn einem neben der Plattform auf der man lediglich gegen Provision Handelskontakte herstellt und somit eigentlich mit dem Geschäft nix zu tun hat, hat eBay bei seiner eigenen Zahlungsplattform da eben gewisse Möglichkeiten.

    Abgesehen davon ist eBay für mich schon lange uninteressant. Versuch mal da noch was von privat zu finden… mittlerweile ist das eine reine Handelsplattform und das ist laut Aussage von eBay auch so gewollt. Jedenfalls finden sich in unseren Pflichtenheften von Versandhandelsinteressenten fast immer Verweise auf eBay… allerdings kaufen wir das NAV-Modul nur zu und da kann ich nur sagen Gott sei Dank, wenn ich sehe wie oft sich da auch die API ändert… mir reicht schon PayPal…

    Aber wenigstens hast Du noch jemanden mit Gewissen gefunden :-)

  7. 17. Februar 2012 @ 03:36
    Dennis:

    Wat is mit nem altmodischem äh … Geschäft? Kaufen oder nüch.No stress!!:-)
    Sorry Klugscheissa von Beruf!

  8. 17. Februar 2012 @ 23:38
    Saceqd:

    Was will ich im geschäft? Media markt und co sind beratungsfrei und teuer, der einzelhandel fast weg und noch teurer…

    Also amazon, keine lieferkosten etc. Fernabsatzgesetz etc. Spricht alles dafür…..

    Amazon rockt

  9. 19. Februar 2012 @ 16:37
    Der mit dem Gnu im Schuh:

    In dem reichaltigen Arsenal der Verbraucherschutzsendungen wurde dies schon mehrfach thematisiert z.B. bei c’t-tv oder Wiso.

    Da direkt neben “meiner” U-Bahn-Station ein Saturn steht, schaue ich da häufiger vorbei und ich bin schon mehrmals überrascht worden, wie gut sich die Verkäufer auskennen. Ausserdem lassen gewisse Indizien den Schluss zu, dass sich Saturn seinen Nutzwert als “Showroom” auch bezahlen läßt.

  10. 20. Februar 2012 @ 03:42
    Saceqd:

    Ich schau nichtmal mehr in die läden rein ;)

  11. 20. Februar 2012 @ 15:26
    Piano:

    @Elch: Also bei Amazon steht beim Einstellen genau drunter, was einem am Ende bleiben würde, wenn man verkauft hat. Und ich glaube nicht, dass sich da die Gebühren erhöhen. Ich hab jetzt mal meine Geforce 275 reingestellt und schaue was passiert :-)
    @PhanThomas: Ich denke, das wird bei mir in Zukunft ähnlich laufen. :-)
    @Hazamel: Oh…hm, ja die ganzen Shops machen die Preise ziemlich kaputt für Verkäufer. Aber ich probiere das jetzt mal aus und werde berichten.
    @Luzifer: Ja, Amazon ist wirklich wahnisnn. In allen Belangen.
    @Kerish: Das hatte ich vermutet. Ziemlich unverschämt wie ich finde…:-(
    @Klaus: Aber das war nicht immer so mit Paypal und der normalen Überweisung oder?
    @Dennis: Ich habe ja schon im Freundeskreis gefragt wegen Drucker bzw. wegen Verkauf meiner Graka. Ist aber nicht einfach jemanden zu finden, der genau das sucht. :-(
    @Saceqd: Da muss ich dir recht geben :-D
    @GnuimSchuh: Aber sie sind echt um einiges teuerer. Für meine Kamera hätte ich bei Saturn fast 100 Euro mehr bezahlt…das ist viel Geld für eine Beratung. Ansonsten haben sie schon viele und gute Sachen. Also eine tolle Bandbreite.

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