Archive for Dezember, 2010

Dienstag, Dezember 28th, 2010

Henri, ich bin deine Mutter!

Dass man langsam wirklich alt wird, merkt man vor allem in Online-Spielen. Da zockt man so gemütlich vor sich hin, Voice-chattet ein bisschen mit den Teamkameraden, bis die schrecklichste aller Fragen plötzlich gestellt wird.

»Piano, wie alt bist du eigentlich?«

Scheiße, meint er wirklich mich? Ich frage besser zur Sicherheit nochmal.

»Ähm…meinst du mich…?«

»Ja«

Verdammt! Lügen oder Wahrheit?! Lügen oder Wahrheit?!…ok, Wahrheit…

»Öh…30….«

»Ah…«

War das jetzt ein „Ah…ch scheisse, wasn das für ne alte Schrulle?“ oder ein „Ah, aber für ihr Alter spielt sie sau gut und hat ne sexy Stimme“?

»Und du?«

»16«

Oh mein Gott!!! 16?!?! Ich könnte seine Mutter sein! Seine MUTTER!

Und in ein paar Tagen fängt schon wieder ein neues Jahr an. Bald könnte ich seine Großmutter sein. Schrecklich.

Samstag, Dezember 25th, 2010

Frohe Feiertage

Huch, ist zwar schon ein bisschen spät…. Schon komisch, wie sehr einen ein Wasserrohrbruch am Heiligen Abend die Zeit vergessen lässt…Dann eben nachträglich:

Ich wünsche Euch in diesem Jahr
mal Weihnacht, wie es früher war.
kein Hetzen zur Bescherung hin,
kein Schenken ohne Herz und Sinn.

Ich wünsche Euch `ne stille Nacht,
frostklirrend und mit weißer Pracht.

Ich wünsche Euch ein kleines Stück
Von warmer Menschlichkeit zurück.

Ich wünsche Euch in diesem Jahr
´ne Weihnacht, wie als Kind sie war.
Es war einmal, so lang ist’s her,
da war so wenig soviel mehr.

(Autor mir unbekannt)

Mittwoch, Dezember 22nd, 2010

Zum Fressen gern

Bald ist es geschafft und der verdiente Weihnachtsurlaub beginnt. Nichts als schlafen, lesen, zocken und essen steht auf meinem Tagesplan. Vor allem auf das leckere Essen freue ich mich. Genau so wie sich Om Nom auf sein Fresschen freut. Wer Om Nom ist? Om Nom ist das kleine, grüne, froschähnliche Wesen im ungemein spaßigen ipad/iphone-game »Cut the rope.« und extrem verfressen. In einer Kiste ausgeliefert will der kleine Kerl gefälligst gefüttert werden und das nicht zu knapp.

Zum Glück baumelt meist am Bildschirmrand ein leckeres Bonbon an einem Seil. Flink wische ich über den Touchscreen und zerschneide so den Faden, woraufhin die Leckerei Om Nom direkt ins Maul fliegt. Hört sich einfach an, klar aber, dass die Level im Laufe der Zeit immer komplizierter werden. So muss ich mit der am Faden baumelnden Süßigkeit pro Welt auch noch drei Sterne einsammeln. Je mehr Sterne ich ein auflese, umso mehr Level schalte ich frei. Zu Beginn verlangt mir diese Aufgabe nur ein müdes Lächeln ab. Aber so nach und nach wird es immer herausfordender das kleine Fressmaul zu stopfen. Auf die Millisekunde und Zentimetergenau muss ich den Faden durchtrennen und hoffen, dass die Leckerei dank realistischer Physik auch heil bei Om Nom ankommt und nicht an ihm vorbeidüst.

Als wäre das nicht schon schwer genug, bekomme ich es mit Widersachern zu tun. Da wären gemeine Stachelzäune, an denen die Süßigkeit zerbricht. Oder kleine fiese Spinnen, die an der Schnur entlang krabbeln, um sich Oms Kalorienbombe zu stibitzen. Unverschämtheit! Die machen das Spielerlebnis mindestens so hektisch wie die Seifenblasen. Die umschließen meine Süßfreude und lassen sie aufsteigen. Anhand von pupstenden Pfurzkissen steuere ich die Seifenblase durch die Lüfte Richtung des kleinen Gierschlunds. Das erfordert Geschick und Genauigkeit, da die Seifenblasen sonst platzen und die Gaumenfreude dahin ist.

Am besten ist aber immer noch Om Nom selbst. Mit seinen großen Augen, dem kleinen pummeligen Körper und dem riesen Mund sieht er einfach zum knuddeln aus! Das Kindchenschema zieht immer. Niedlich sind auch die Animationen. Wie traurig er schaut, wenn ich das Bonbon im Abgrund versenkt habe. Und wie putzig er aussieht, wenn der grüne Racker sich freut! Da möchte ich einfach nur dahin schmelzen. Für alle ipod/ipad und iphone Besitzer ist »Cut the rope« der Weihnachtstipp schlechthin. Die HD-Version für das ipad kostet 1,79€, die Weihnachtsedition ist sogar kostenfrei.

Sonntag, Dezember 19th, 2010

Scho sche der Schnee

Das schöne am Winter:

Das nervige daran:

Dienstag, Dezember 14th, 2010

Eine Weihnachtsgeschichte

Ich zuckte zusammen, als vor meinem Bürofenster im 2. Stock plötzlich ein Mann stand und grinste.
Staunend blickte ich ihn an. Er grinste immer noch und hielt ein paar silbernen Sterne in der Hand, während er so vor meinem Fenster schwebte.

Vorsichtig stand ich auf und kippte das Fenster.

»Öh…kann ich Ihnen helfen?« fragte ich und musterte den Mann genau.

»Nö, eigentlich nicht.« sagte er und lächelte.

»Wer sind Sie?« fragte ich neugierig.

»Ich bin der Weihnachtsmann.« erwiderte der schwebende Herr und grinste immer noch.

Ich sah mir den Mann genauer an. Er trug Turnschuhe, eine abgewetzte Jeans und einen ausgefransten Pullover. Auch hatte er keinen langen, weißen Bart, sondern vielmehr einen halb grauen Dreitagebart.

»Der Weihnachtsmann?« fragte ich unglaubwürdig.

»Jup. Und ich bin hier, um dir die Sterne vom Himmel zu holen.« sagte er und wedelte mit einem der silbernen Sterne vor meiner Nase herum.

Ich bekam leuchtende Augen »Mir die Sterne vom Himmel holen? Das ist aber lieb.« sagte ich schüchtern.

»Gell?« lächelte er.

»Sie sehen eigentlich gar nicht aus wie der Weihnachtsmann« konnte ich mir nicht verkneifen.

»Meinst du?« fragte er. »Doch, bin ich aber. Wirst schon sehen. So, jetzt muss ich aber arbeiten« sagte er und schloss mein Fenster von außen.

Ich stand noch eine Weile am Fenster und beobachtete, wie der kleine Mann irgendetwas vor sich hin wurschtelte. Ich konnte nicht genau erkennen was.

Nach einer Weile klopfte er wieder an das Fenster und sagte:»So, machs gut.«

»Sie gehen?«

»Ja, es wird Zeit« lächelte er uns flog schwungvoll davon.

»Aber….« rief ich noch hinterher. Doch der kleine Mann war bereits im dunklen Blau des Abendhimmels verschwunden.

»Und was ist mit den Sternen, die Sie mir vom Himmel holen wollten…?« murmelte ich etwas enttäuscht vor mich hin.

Als Feierabend war, packte ich meine Sachen und verließ wie gewohnt das Bürogebäude, als ich plötzlich ein merkwürdiges Glitzern bemerkte. Ich war bereits auf der Straße und drehte mich um.

Da sah ich, was der Weihnachtsmann meinte. Es sah wunderschön aus und ich begriff, was er mir sagen wollte. Man muss niemandem die Sterne vom Himmel holen, um demjenigen eine Freude zu machen. Oft sind es gerade die kleinen Dinge, die viel Freude bereiten.

Verzückt über diese wunderschöne Glitzerpracht und die silbernen Sterne hüpfte ich nach Hause.

Montag, Dezember 6th, 2010

Reise

Wenn du nun reisen wirst,
gib ja gut auf dich acht.
Damit den Weg du nicht verlierst,
ein Engel über dich wacht.
Wir werden uns bald wieder sehen,
ich weiß, dass du mir traust.
So lasse ich dich heute gehen,
du ständig auf mich schaust.

Mittwoch, Dezember 1st, 2010

Vorweihnachtsgedanken

So, bald ist es ja wieder soweit und das Christkind klopft an die Tür. Momentan werde ich daher pausenlos gefragt, was ich mir wünsche. Wenn ich wirklich einen Wunsch frei hätte, würde ich mir wünschen, dass es meiner Omi wieder besser geht und wir noch einmal Weihnachten zusammen feiern können. Aber so wie es aussieht, wird dieser Wunsch nicht in Erfüllung gehen…Was bringen einem die tollsten und teuren Geschenke der Welt, wenn man sie nicht im Kreise seiner Lieben auspacken kann? Richtig: Gar nichts.

Außerdem sollte man sich auch über »kleine Dinge« freuen können. Statt über ein ipad, über ein Lebkuchen iLeb. Das beinhaltet schmackhafte Apps und macht garantiert gute Laune an grauen Dezembertagen.

Oder über die beste Schokolade der Welt. Ich habe noch nie in meinem Leben so leckere Schokolade gegessen. Und ich bin bei Weitem kein Schokoladenfan, Nutella mal ausgeschlossen.

Und wer weder Schokolade noch Lebkuchen mag, dem empfehle ich ein Gutscheinpony. Wesentlich weniger bockig als ein echtes Reittier, kostengünstiger und sehr vielseitig.