
Ein Blick aus dem Fenster früh am Morgen,
vertreibt bei mir all Kummer und Sorgen.
Archive for November, 2010
Morgenstund
Flopcorn
Ich war froh, als nach satten 50 Minuten endlich die Werbung vor dem Kinofilm vorbei war und für einen kurzen Moment das Licht an ging. 50 Minuten Werbung ist schon eine ziemliche Unverschämtheit. Gut, dachte ich mir, dann kann ich eben noch aufs Klo gehen, bevor Harry Potter 2,5 Stunden den Zauberstab schwingt.
Als ich von der Toilette wieder kam und die Stufen runter bis zu meine Sitzreihe ging, war das Licht zum Glück noch an und die vielen Leute im großen Saal murmelten leise vor sich hin. Der eine kauft noch eben ein Eis, der andere maulte verständlich über die viel zu lange Werbung.
Ich stiefelte also wieder zu meinem Platz und ließ mich faul in den Sessel plumpsen, als es dabei plötzlich einen mega-lauten Knall gab und mir eine Sprühfontaine Popcorn um die Ohren flog. Für einige Sekunden – die mir vorkamen wie Stunden – war es totenstill im Saal und alle starrten mich an. Ich habe mir selten in meinem Leben eine Erdspalte, die mich einfach in ihren feurigen Abgrund saugt, gewünscht. Ich hatte mich tatsächlich versehentlich auf meine noch geschlossene Tüte Popcorn gesetzt, die dabei natürlich geplatzt war. Meine Sitznachbarn fingen schallend an zu lachen, während ich mit hochrotem Kopf das Popcorn aus den Haaren und den Klamotten schüttelte. Das nächste Mal nehme ich eine unzerstörbare Lunchbox mit.
Weisheit
Man erntet mehr als böse Blicke, wenn man seinen Schatz am Wochenende liebevoll und mit Glöckchenstimme früh morgens mit den Worten »Aufgewacht, die Sonne lacht!« begrüßt und ihm dabei ein dickes Bussi auf die Backe klebt.
Eine Bambi(ni) Geschichte
Die kleine Eva liebte ihr Kuscheltier. Sie hatte es immer und überall dabei. Es war ihr kleines Rehkitz Bambi, was sie bereits zur Geburt geschenkt bekommen hatte.
So hatte es Eva auch eines Tages dabei, als sie mit ihren Eltern ins Lokal essen ging.
»Hat es dir geschmeckt, Eva?« fragt ihr Papa nach dem Essen.
»Ja, und wie!«
»Weisst du denn, was das war?«
»Nein« antwortete sie.
»Das war Rehgulasch. Bambi so zu sagen.« schmunzelte der Vater.
Eva schien das nicht zu interessieren und sie sagte nichts weiter dazu.
Am Abend, als Eva schon in ihrem Bett lag, lugte ihre Mutter noch einmal vorsichtig durch den Türspalt, um nach ihr zu sehen. Sie lag da und streichelte ihr Bambi-Kuscheltier liebevoll.
»Weisst du« sagte Eva zu dem Stofftier »Ich muss dir was gestehen, Bambi…
…ich habe heute deinen Bruder gegessen…
…aber hey, der war SO GUT!« lächelte sie und schlief zufrieden ein.
Verklickert
Ähm…was ist da denn los? Wieso verirren sich plötzlich so viele Leute auf meine Website? So besonders ist das Curry-Rahm-Nudel-Rezept nun auch nicht. Und ich schaue doch gerade Harry Potter, also keinen Grund zur Aufregung. Google-Analytics bringt hoffentlich demnächst eine Aufklärung der absurden Klickrate.
Oblivate!
Schande über mein Haupt, aber es ist Tatsache. Ich habe kein einziges Harry Potter Buch gelesen, obwohl sie so grandios sein sollen. Ich habe nur damals den ersten Film im Kino gesehen. Danach habe ich es jedesmal versäumt ins Kino zu gehen. Aber ich mache es wieder gut. Momentan schaue ich mir jeden Abend einen Film an, weil ich nächste Woche in den neuen Harry Potter Film gehen will. Das würde nur ziemlich wenig Sinn machen, wenn ich keinen Plan habe, worum es geht. Ich muss sagen, dass die Filme ganz schön super sind und ich mich schon auf heute Abend freue, wenn ich mir auf dem Sofa gammelnd den nächsten Harry reinziehe. Eigentlich könnte ich auch Harry selber fragen, wie es weiter geht, aber auf Badminton habe ich derzeit keine Lust.
Lag mich am A….
Meine Güte, war das ein herrliches Wochenende! Draußen schien die Sonne bei angenehmen 20 Grad. Hab ich zumindest gehört, denn drinnen war es stockfinster und hatte ca. 30 Grad. Fünf Rechner die auf Hochtouren laufen, fünf Personen die Angst,- und Konzentrationsschweiß auf der Stirn haben. Das heizt einen Raum ganz schön auf.
Gespielt haben wir das wundervolle Call of Duty Black Ops. Einen Shooter, der das Rad nicht neu erfindet. Aber muss er das, um Spaß zu machen? Nein, muss er nicht. Macht auch so viel Laune. Endlich gibt es wieder dedizierte Server, endlich kann man sich die Maps wieder selber aussuchen und wird nicht willkürlich auf einen Server geschleudert. Endlich kann ich wieder mit Freunden zusammen spielen. Einziger Wermutstropfen an diesem Wochenende: Die im Multiplayer auftretenden Lags. Gut, die haben uns nicht so sehr gestört, da die Ruckler im privaten Match nicht auftraten. In den Griff bekommen sollten die Jungs das aber dennoch bald.
Ganz besonders spaßig in Black Ops ist der Zombie-Modus. Ziel: zu viert muss man immer größere und schnellere Horden an Zombies abwehren. Was haben wir gelacht, Strategien ausgetüftelt, uns an den unmöglichsten Stellen im Level versucht vor den Biestern zu schützen. Gebracht hat es nicht viel. Weiter als bis zur schlappen Runde acht sind wir nie gekommen. Schade nur, dass man es nicht wenigstens zu sechst spielen kann.
Ebenfalls lustig ist das Rennspiel »Blur«. Während der Raserei auf der Rennstrecke kann man Power-Ups (kleine Gemeinheiten) einsammeln, mit denen man dem Gegner das Leben zur Hölle macht. Sei es ihm eine Miene vor die Nase zu legen oder seinen Wagen kurzzeitig mit einer Schockwelle lahm zu legen. Besonders schön, wenn der Konkurrent sich bereits auf der Zielgerade befindet und man ihn kurz vor der Ziellinie per Feuerball aus dem Rennen wirft.
Das Beste am LAN-Wochenende waren aber natürlich meine Kochkünste. Knapp ein Kilo Curry-Rahm-Nudeln inklusive einem weiteren Kilo Hackfleisch haben wir verputzt. Dazu jede Menge Energy-Drinks und Junkfood. Da fühlt man sich doch gleich wieder wie 17. Apropos 17: muss jetzt wieder Call of Duty zocken. Bis Level 17 ist es nämlich ein gutes Stück hin.
Gipfeltreffen
Während sich Millionen Spieler bereits in Call of Duty – Black Ops die Granaten um die Ohren werfen, durchstreife ich mit Robohund Rex ganz entspannt das Ödland. Wunderbar, die Abendstimmung mit den verschneiten Berggipfeln, die im Wind sacht wiegenden Bäumen und vor allem diese Ruhe. Zwar freue ich mich schon sehr auf die am Wochenende bevorstehende LAN-Party mit Call of Duty, aber momentan genieße ich noch die Ruhe vor dem Sturm. Mir sausen noch früh genug die Kugeln wieder um die Ohren. Spätesten morgen Nachmittag muss Rex »Platz« machen, denn da muss Frauchen den Strahlenanzug ablegen und den Pistolenabzug entsichern. Jungs und Mädels, zieht´s euch warm an!
Metro 2010
Noch viel gruseliger als Metro 2033 war gestern mein Ausflug zur hiesigen Metro, einer riesen großen Einkaufshalle mit Waren bis unter die Decke. Kaum hat man eine Metro-Karte, darf man dort zu etwas günstigeren Preisen einkaufen. Eigentlich wollte ich nur eben eine Backmischung kaufen und plötzlich war ich rund 200 Euro leichter. Komisch. Und was sich alles in dem Einkaufswagen befand: Eine Leiter, eine Fußmatte, Essen ohne Ende, ein Haufen Batterien und und und.
Trotzdem muss ich mir dennoch selber auf die Schulter klopfen, denn ich habe es geschafftdurch
die bösen Höllengänge zu wandern, ohne etwas davon mitzunehmen. Auf folgendem Bild handelt es sich nämlich um Süßigkeiten bis unter die Decke. Ich wiederhole: SÜßIGKEITEN! Meine Güte! Es war ein harter Kampf durch diese Gänge zu stapfen ohne ganze Regale einfach schwungvoll in den Einkaufswagen zu kippen. Ich musste nur einmal ganz kurz das niedliche Nutella-Glas an mich drücken, bevor ich es mit Tränen in den Augen wieder ins Regal stellte.
So schnell werde ich wohl der Metro keinen Besuch mehr abstatten. Wer weiß, ob ich das nächste Mal wieder so standhaft an den Süßigkeiten vorbeilaufen kann. Ein Einkauf dort ist wesentlich gefährlicher als die Monster in Metro 2033. Sowohl für die Figur, als auch für den Geldbeutel.
Das ist alles nur gesaugt!
Da beschweren sich die Leute sie wären übergewichtig, hätten allerdings keine Zeit um Sport zu treiben oder kein Geld fürs Fitnessstudio, aber stehen Samstagnachmittag mit ihrem Laubsauger im heimischen Garten und föhnen das Laub zur Seite. Statt dass sie einen Rechen zur Hand nehmen und quasi zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Wie ich in diesen letzten Herbsttagen feststellen musste, ist das Laubrechen nämlich mindestens so effektiv wie ein teurer Heimtrainer. Meine Güte, tun mir die Arme weh. Und die Beine! Das ständige Bücken nach dem Laub, um es mit voller Kraft in die überfüllte Biotonne zu stopfen, gleicht mehreren hundert Kniebeugen. Also, liebe Sportmuffel, der Herbst bietet jede Menge Möglichkeiten sich sportlich zu betätigen. Und das sogar fast kostenfrei.

