Archive for November, 2009
Nicht ganz so Risen-groß
Das Fenster zum Bad
Ob man seinen Nachbarn sagen sollte, dass man sie abends trotz Vorhang halb nackt durchs Badezimmer tanzen sehen kann?
Aus,lese!
Da ich ein lesefauler Mensch bin, greife ich lieber zur Graphic Novel. Nicht zu vergleichen mit billigen 2 Euro Comics. Nein, die Graphic Novel ist edel. Im schönen Hardcover eingepackt, groß und schwer.
Ganz besonders gern habe ich Hector Umbra gewonnen. Das Besondere und Schöne an dieser Geschichte ist, dass sie in München spielt. Uli Oesterle gab vorgestern eine geniale Lesung in München.
Der Autor und Zeichner von Hector Umbra Wer gerne hübsche Bildchen anschaut und dabei noch eine spannende Geschichte erzählt bekommen möchte, sollte unbedingt zu Hector Umbra greifen. Mein handsigniertes und mit einem original gezeichneten Hector bestücktes Exemplar gebe ich allerdings nicht her.
Belle & Sebastian
Derzeitige Lieblingsband ist mal wieder Belle and Sebastian. Meine Güte sind die großartig! Nicht nur für gemütliche Herbstabende zu Hause ein Hörgenuss.
Massimo der Zauberbär
Eine kleine akustische Indifferenz meinerseits, bei der es eigentlich um »Thomas Mann – Der Zauberberg« ging und bei mir lediglich »Massimo der Zauberbär« ankam, brachte mich dazu eine Geschichte um Massimo den Zauberbären zu schreiben, um weitere literarische Peinlichkeiten – zumindest was Thomas Manns Zaubergerg angeht – auszugrenzen.
Und so beginnt das Abenteuer des kleinen, pummeligen Braunbären, irgendwo weit, weit entfernt…
Es war einmal ein kleiner mazedonischer Wanderzirkus. Der Wanderzirkus war zwar tatsächlich ziemlich winzig, aber dafür waren seine Artisten umso außergewöhnlicher. Da war zum Beispiel Gudlinde, die trotz ihrer verdammt dicken Brillengläser Einrad fahrend und schrill singend einen ganzen Sack Koch-und Buntwäsche feinsäuberlich sortiert und in einer Bestzeit an einer fünf Meter hohen Wäscheleine aufhängen konnte. Oder Torben, den elefantösen Schlangenmensch, der sich ohne weitere Probleme mit dem großen Zeh an der Nase kratzen und mit dem anderen Fuß einen Cocktail zubereiten konnte. Sehr zum Neid einiger Zuschauer.
Zwischen all den großartigen Künstlern des kleinen Zirkus, gab es da auch noch Massimo, einen kleinen, dicken, puscheligen Braunbären. Massimo saß wie meistens nach der Show einsam in seinem Käfig und starrte die Gitterstäbe an. Wieder mal wurde er von Fimse, dem schlecht gelaunten Bärendompteur, nach der Aufführung zur Sau gemacht, weil Massimo beim jonglieren vor Aufregung alle Kegel verloren hatte. Jonglieren war einfach nicht sein Ding und Kegel hasste er. Trotzdem zwang Fimse ihn jeden Tag zu dieser Dämlichkeit.
So saß Massimo mit bunter Narrenkappe auf dem Kopf geknickt in seinem Käfig und dachte nach. Da kam ein kleines Mädchen mit großen blau- grau-grünen Augen und einer ziemlich albernen Frisur an seinem Zwinger vorbei und blieb stehen.
»Was tust du da?« fragte das kleine Mädchen.
Massimo sah verdutzt auf.
»Und? Was machst du da?« fragte das kleine Mädchen erneut.
»Ich…äh…sitze hier.«
»Du sitzt da? Warum?« fragte das Mädchen wieder.
»Weil…naja…weil… ich ein Zirkusbär bin…und das mein Käfig ist.«
»Aha.« kommentierte das Mädchen, während es einen Lolli aus der Tasche zog und anfing darauf rumzukauen.
»Aber du könntest doch auch was anderes machen« meinte es nach einiger Zeit.
»Was…anderes?« fragte Massimo verwundert.
»Klar. Du bist ein Zauberbär. Du kannst alles machen.«
»Ein was bin ich?« Massimo sah das Mädchen mit großen Augen an.
»Ein Zauberbär« stellte das Mädchen erneut kauend fest.
»Ich bin ein gewöhnlicher Braunbär.« entgegnete Massimo.
»Nö.« entgegnete das Mädchen. »Du hast eine lila Nase. Und du kannst sprechen. Du bist ein Zauberbär.«
Massimo blicke verwirrt und skeptisch zugleich drein.
»Also sprechen können ja wohl alle Braunbären und die Nase…naja…die war schon immer lila.« brummelte er.
»Hast DU schon mal einen sprechenden Braunbären mit einer lila Nase gesehen?« fragte das Mädchen leicht patzig.
»Hm…gesprochen haben sie nicht, aber…vielleicht….reden sie einfach nicht so gerne…«
»Ich sag dir was« meinte das Mädchen. »Sie können NICHT sprechen. Und die lila Nase ist auch kein Geburtsfehler. Das ist das Zeichen, dass du ein Zauberbär bist.«
»Ach, selbst wenn…« grummelte Massimo grimmig. Er hatte keine Lust zu diskutieren.»Dann bin ich eben ein Zauberbär. Ein Zauberbär, der zu blöd zum jonglieren ist und auch sonst nix kann.« Massimo sah traurig auf den Boden.
»Puh…« seufzte das Mädchen. »Du hast wirklich keinen Schimmer, was? Ein Zauberbär kann alles. Du musst dich nur konzentrieren.«
»Konzentrieren? Auf was konzentrieren? Ich sitze hier in dem dummen Käfig rum und muss jeden Nachmittag mit Kegeln jonglieren.« maulte Massimo.
»Naja, auf alles Mögliche. Zum Beispiel auf deine Käfigtür. Du kannst sie ganz einfach öffnen« meinte das kleine Mädchen und deutet mit dem Lolli in der Hand auf die verschlossene Eisentür.
Massimo stand auf und ging zu der Tür.
»Hm. Es ist eine schwere Eisentür.« stellte Massimo fest. »Die könnte ich nicht mal mit meiner ganzen Kraft öffnen.«
»Mit Körperkraft nicht. Aber mit deinen Zauberkräften.« lächelte das Mädchen selbstsicher.
»Und wie soll ich das anstellen?« fragte der Zauberbär.
»Du reibst mit deiner rechten Tatze deine Nase und konzentrierst dich ganz fest auf die Tür.« erklärte das Gör.
»So?« Massimo fasste sich mit der rechten Tatze ins Gesicht und strubelte wie wild los. Dabei verwuschelte er sich das ganze Fell um die Nase.
»Nein! Etwas feinfühliger! Und nur die Nase und nicht das ganze Gesicht!« lachte das Mädchen.
Massimo rieb vorsichtig mit einer Kralle seine Nase. Plötzlich fing sein lila Zinken an zu leuchten.
»Das wird ganz warm!« staunte Massimo und hatte das Gefühl, er müsse gleich nießen.
»Ja, das ist richtig so. Und jetzt wünsche dir ganz fest, dass die Tür sich öffnen.« gab das Mädchen Anweisung.
Massimo starte konzentriert die Tür an. Mit zusammengekniffenen Augen und immer noch die Nase reibend stand er aufrecht vor dem verschlossenen Gitter. Massimo brummte leise vor Konzentration und tatsächlich: Das Vorhängeschloss an dem Gatter fing leicht an zu wackeln.
»Weiter so!« ermutigte ihn das Mädchen.
Massimo konzentrierte sich so stark wie noch nie in seinem Bärendasein. Immer heftiger fing das Schloss an zu schaukeln, auch das Eisengatter vibrierte.
»Noch ein bisschen!« rief das Mädchen und klatschte verzückt in die Hände.
Massimo hatte das Gefühl, als würde ihm gleich der Kopf platzen, aber er konzentrierte sich immer weiter.
Das Vorhängeschloss schaukelte so heftig hin und her, dass es gegen die Eisenstäbe knallte. Immer stärker wackelte das Gitter bis es plötzlich einen Ruck gab und das Tor mit einer Wucht aufsprang. Im hohen Bogen flog das Schloss vor Massimos Füße, der nun verdutzt vor der offenen Tür stand.
»Siehste« sagte das Mädchen selbstverständlich. »Ich sag doch, du bist ein Zauberbär.«
Massimo konnte immer noch nicht glauben, was gerade geschehen war.
»Na komm raus« winkte ihn das Mädchen her.
Vorsichtig wankte Massimo aus seinem Käfig.
»Ich bin…ich bin…frei!« lachte Massimo und fing an wild zu tanzen. »Frei! Frei! Frei!« lachte er, nahm das Mädchen in den Arm und drückte es so fest er konnte.
»Aber, woher kennst du eigentlich Zauberbären?« fragte der pummelige Braunbär das kleine Mädchen, während er es noch fest in den Armen hielt.
»Meine Großmutter hat mir davon erzählt. Ihr hat niemand geglaubt, weil sie eine recht alte tatterige Dame war. Aber ich habe ihr geglaubt. Sie hat dich mir genau so beschrieben.«
»Weisst du was?« fragte Massimo und setzte das Mädchen behutsam auf den Boden. »Jetzt können wir beide jede Menge Abenteuer erleben. Ist das nicht toll?« jauchzte er. »Und jonglieren muss ich auch nie wieder!«
»Klar! Das machen wir!« freute sich das kleine Mädchen.
»Und jetzt zaubere ich uns erst mal einen großen Topf Honig, damit wir genug Kraft haben für unsere ganzen Abenteuer.« sagte Massimo und fing an sich die Nase zu reiben.
»Warte!« rief das Mädchen. Massimo hielt inne »Hier.« das Mädchen zog etwas aus seiner Hosentasche. »Dann bist du wirklich ein Zauberbär.« Es hielt Massimo einen kleinen bunten Zauberstab hin.
»Och!« staunte Massimo. »Der ist für mich? Wie toll!« Massimo nahm den Stab und schwang ihn im Kreis, während er sich die Nase rieb und sich einen großen Topf Honig herbeiwünschte.
So saßen Massimo und das kleine Mädchen noch eine Weile in der Wiese vor dem Wanderzirkus, naschten den süßen Honig und freuten sich schon sehr auf ihre weiteren Abenteuer.
Fortsetzung folgt…
Plan B(lindheit)

Manchmal denkt man so kompliziert, dass man die einfachen Dinge, die direkt vor der Nase liegen, einfach nicht sieht. Gestern war es wieder so weit. Stundenlang keine Lösung in Sicht. Richtig gelesen, stundenlang! Unfassbar! Schier wahnsinnig sind wir geworden! 2, 5 Stunden rumgelaufen, gesucht und immer wieder dran vorbeigelaufen bis zu Verzweiflung. Weil wir blind sind wie Maulwürfe! Noch nie musste ich mir auf Grund von »Blindheit« und daraus resultierender geistiger Verwirrtheit während eines Spiels einen Plan zeichnen. So weit ist es also mit mir gekommen… Wer mir übrigens anhand des absolut genial gezeichneten Wegplans sagen kann, um welches Spiel es sich dabei handelt, vor dem verbeuge ich mich tiefer denn je.
???
Falls ich es noch nicht getan habe, ist es nun soweit. Ich oute mich als leidenschaftliche Hörbuch und Hörspielhörerin. Bibi Blocksberg, Pumuckl, TKKG und wie sie alle heißen: Ja, ich höre sie noch heute sehr gerne. Allein schon wegen dieses wolligen Wohlgefühls, das an gemütliche Kindheitstage erinnert, höre ich sie immer und immer wieder. Wer hätte gedacht, dass ich 2009 einigen Bekannten aus Kindheitstagen sogar live begegnen werde? Und dann auch noch Justus, Peter und Bob! Ganz genau, den Drei Fragezeichen nämlich! Unfassbar! Seit 30 Jahren verleihen Oliver Rohrbeck, Jens Wawrczeck und Andreas Fröhlich den drei Detektiven ihre Stimmen. Es war ein sehr seltsames Gefühl, die drei Sprecher zu sehen und die Drei Fragezeichen zu hören. So ganz verarbeiten kann das mein Köpflein immer noch nicht.
Aufgeführt haben die Drei Folge 12 »Der seltsame Wecker«. Entgegen meiner Erwartung haben sie das Stück nicht nur einfach runtergerattert, sondern etliche witzige Anspielungen auf frühere Folgen und urkomische Sondereinlagen eingebaut.
Die Arena in Nürnberg war übrigens komplett voll. Einige der Leute hatten Alibikinder mitgebracht. Lächerlich, da das meiste Publikum in meinem Alter oder älter war. Wer auch ein Fan von den Detektiven ist, sollte unbedingt die Chance nutzen und zu einer Live-Lesung gehen. Allein wegen des obergenialen Geräuschemachers lohnt sich ein Besuch schon!
Call of Fury
Ich frage mich, wer den Leuten bei Infinity Ward bzw. Activision, mal salopp gesprochen, ins Hirn gekackt hat. Da entwickeln sie eine der besten Shooter-Reihen überhaupt, um dann mit einem Paukenschlag alles wieder zu zerstören. Wie läuft das wohl bei so einer »Brain«storming-Sitzung im Hause Infinity Ward bzw. Activision ab? Sitzen bei der Ideenfindung für den neuen Teil alle um einen großen, runden Tisch, futtern Chips in sich rein und bringen ihre »grandiosen« Ideen ans Tageslicht? Ich muss mir das wohl ungefähr so vorstellen:
Typ 1: »Hm, mal überlegen. Was hat unsere COD-Reihe bisher so erfolgreich gemacht?«
Typ 2: »Die Community!«
Typ 3: »Der Dedizierten -Server!«
Typ 4: »Die Mods und Custom Maps!«
Typ 1: »Ja, stimmt. Hm…mal überlegen, was wir im neuen Teil ändern könnten…«
*Leises Gegrübel*
Typ 4:»Ich habs! Wir lassen den Dedizierten Server weg und kacken auf Mods, Lans und die Community!«
*Begeisterungs-Applaus aller Anwesenden*
Typ 2:»Wir führen Steam-Pflicht ein!!«
Alle:»Tooooolllll!!!«
Typ 3: »Wir lassen keine Custom-Maps mehr zu!«
Alle:»Jaaaaaaaaaa! Hurraaaa!!!!«
Typ 1:»Dafür machen wir das Spiel um eine ganze Ecke teurer!«
Alle: »Jaaaa! Prima! Toll! Super Idee!«
Ja, ihr Oberchecker, »tolle« Ideen. Ich geh mir jetzt eben ins Bein schießen und schau wie weit ich noch laufen kann.
Sounds like creative
Fotografieren kann heutzutage eigentlich jeder. Aber was macht ein Foto besonders? Wie viel handwerkliches und fachliches Können sind nötig, um wirkungsvolle Bilder zu gestalten? Wie kann man mit der Digitalkamera kreativ arbeiten? Mit diesen Fragen habe ich mich unter anderem im Fotokurs “Kreative Fotografie” beschäftigt. Was dabei herausgekommen ist, kann man kommenden Dienstag, den 10. November ab 19 Uhr in den Räumen der vhs Oberhaching (Schulstr. 6, Ortsteil Deisenhofen) in einer kleinen Vernissage betrachten.



