Die kleine Kim saß in ihrem Zimmer und spielte. Ihre Mutter kam zur Tür hinein und fragte: »Kim, was machst du denn da?«
Kim sah leicht erschrocken auf: »Ich…ich..spiele…«
Die Mutter neigte den Kopf leicht zur Seite und seufzte: »Baust du etwa wieder an deinem Phantasie-Knethaus? Hör endlich auf mit dem Schmarrn.«
Kim hielt ihre Hand schützend über das kleine, bunte Knethaus, was vor ihr auf dem Boden stand.
»Aber Mama…ich werde doch eines Tages darin wohnen. Und im Garten steht dann mein eigenes Pony. Ich werde viele Freunde haben, die darin mit mir leben.«
»Woher hast du nur diese Spinnerei? In einem Knethaus wohnen, ein Pferd im Garten haben, mit Freunden darin wohnen…dabei hast du so ein schönes Zimmer.«
Die Mutter schüttelte leicht abfällig den Kopf, gab Kim einen Kuss auf die Stirn und ging wieder zurück in die Küche.
Einige Tage später verschwand Kim spurlos. Man vermutete, dass sie aus ihrem Kinderzimmer entführt worden war, konnte den Fall aber niemals aufklären. Denn keinem der Suchenden viel das kleine Knethaus und das Knetpony in der Ecke des Zimmers auf, aus dem hin und wieder leises Gekicher zu hören war…









