Archive for April, 2009

Donnerstag, April 30th, 2009

Gar nicht so wild

Als ich neulich in meinem neuen Heim um die Ecke ins Schlafzimmer bog, wäre ich beinahe gestolpert.

»Was zum….?« wirbelte ich herum.

Mitten im Zimmer stand ein Schuhkarton großes Schloss. Es sah recht niedlich aus. Es hatte einen kleinen Turm und große runde Fenster. Es gab sogar eine winzige Zugbrücke. Aus dem Schloss drang laute Heavy-Metall-Musik. Ich beugte mich hinunter und tippte mit dem Zeigefinger vorsichtig an die zierliche Holztür. Es dauerte nicht lange, da verstummte die Musik und das Tor öffnete sich. Vor mir stand ein winzig kleines Männlein. Es hatte eine grüne Hose, einen roten Pulli und Turnschuhe an und eine Zigarette im Mund.

»Ja?« fuhr es mich gelangweilt an. »Was is los?«

»Entschuldigen Sie die Störung…« stammelte ich. »…aber, was machen Sie hier?«

»Nach was sieht’s denn aus? Ich wohne hier.« raunzte mich das Männlein an.

»Ja, also Ihr Schloss ist wahrhaft schön…aber…wissen Sie…wie soll ich sagen…« stotterte ich.

»…also, es steht mitten in meinem Schlafzimmer.«

»Und?«

»Ich wäre beinahe darüber gestolpert.« erwiderte ich.

»Dann pass doch in Zukunft einfach besser auf wo du hin trittst.« blökte es mich an, schlug die Tür zu und schaltete die laute, harte Musik wieder ein.

Ich stand noch eine Zeit lang nachdenklich und verdutzt in meinem Schlafzimmer und schaute auf das kleine Schloss hinab in dem das merkwürdige Männchen wohnte und aus dem diese grauenhafte Musik ertönte.

»Eigentlich…« flüsterte ich zu mir selbst…

»…eigentlich ist es gar nicht so wild, wenn das Schloss mitten in meinem Schlafzimmer steht…ich kann ja auch außen rum gehen…oder drüber springen…oder so… andere Menschen haben gar kein Schlafzimmer…« redete ich mir ein, während ich unbewusst anfing zu der Musik zu tanzen.

Dienstag, April 28th, 2009

Schau dich schlau

Wer nicht fragt bleibt dumm. Oder wer nicht fernschaut bleibt dumm. Oder wird extrem dumm. Je nachdem was man sich anschaut. Die Sendung mit der Maus fand ich schon immer toll. Die hat auch ganz sicher nicht dumm gemacht. Was ich da alles gelernt habe! Zum Beispiel wie Tischtennisbälle gemacht werden oder warum Milchzähne wackeln und ausfallen. Hoch interessant!

Aber weil ich jetzt »erwachsen« und »weise« bin, schaue ich mir »Schau dich schlau« mit Fero Andersen an. Das ist quasi Die Sendung mit der Maus für »Erwachsene«. Dort lerne ich zum Beispiel, warum ich das Fahrradfahren nie verlerne oder hole mir nützliche Grill-Tipps für den Sommer.Wer genauso »erwachsen« und »weise« ist wie ich, dem kann ich sowohl die Sendung als auch einen Klick auf die und die Seite nur empfehlen.

Samstag, April 25th, 2009

Golden Girl


Und wieder verlässt ein Star die Erde, um seinen Platz am Himmel einzunehmen. Als Golden Girl werde ich sie für immer in Erinnerung behalten.

Samstag, April 25th, 2009

Die jät

Jetzt, wo ich nicht mehr zu Hause wohne und einen ganz eigenen Garten habe, muss ich feststellen, dass Gartenarbeit eigentlich recht witzig ist. Vor allem, wenn man keinen Plan davon hat. Man kauft irgendwelche Samen, die laut Verpackung mal Blümchen werden sollen und wundert sich, dass die bisher nur aussehen wie Unkraut. Im Übrigen kann Unkraut das örtliche Fitnessstudio oder lästige Diäten locker ersetzen. Wer schon mal 2-3 Stündchen gejätet hat weiß das. Vielleicht eröffne ich demnächst ein Gartenstudio. Statt Fitnessgeräten gibt es nur Unkraut zu jäten und Laub zu rechen.Dann werde ich reich und berühmt und kaufe mir einen chinesischen Steingarten.


Kein Unkraut. Blümchen. Glaub ich.

Mittwoch, April 22nd, 2009

Tuten tut es

Schlimm finde ich ja, dass es seit einiger Zeit »in« zu sein scheint, das Tuten in der Telefonleitung mit Musik zu untermalen. Im Prinzip keine schlechte Idee. Auf der anderen Seite nervt es ungemein, dass es immer die gleiche Musik ist und zum anderen auch meistens noch grauenhaft schlechte. Wie wäre es mal mit Lovex oder Zero 7? Irgendwas Anständiges eben und nicht so ein nerviges Gesäusel. Oder einfach nur Tuten. Oder Musik ohne Tuten. Ach, am besten man telefoniert gar nicht mehr. Telefone werden ohnehin überbewertet.

Montag, April 20th, 2009

Bähro

Das Büro in dem ich arbeite ist toll. Zweiter Stock, schön viel Grün vor den riesen Fenstern, sehr heimelig wie ich finde. Es ist großzügig, hat tolle Möbel – ja, ich fühle mich dort sehr wohl. Was ich aber nicht verstehen kann ist, wie manche Leute so ein Büro gerne für sich haben wollen. So ganz allein. Den ganzen Tag. Na gut, vielleicht wenn man arschige Kollegen hat, aber wenn man sich ganz ausgezeichnet versteht, so wie ich das Glück habe, dann ist es alleine extrem ätzend. Irgendwie wird man nach einiger Zeit recht komisch, fast schon autistisch.

Die am Büro vorbeiziehenden Kollegen fragen hin und wieder, ob alles in Ordnung ist, weil ich so still bin. Ja aber mit wem soll man denn reden, wenn man alleine ist? Ich bin mal gespannt. Der Urlaub meiner Ponyhof-Kollegin dauert noch eine Weile an. Vielleicht fange ich bald an mit mir selbst zu reden oder blogge nur noch ganz seltsame Dinge. Dann war ich auf jeden Fall zu lang allein in dem schönen Büro.

Samstag, April 18th, 2009

Freude, Freude! Hurra! Hurra!


Es kommt selten vor, dass ich vor Freude über eine DVD-Erscheinung die Verpackung abknutsche. Aber heute war es mal wieder so weit.

Mittwoch, April 15th, 2009

Um Gottes Willen

Ein bisschen mehr Niveau hätte ich der Taz durchaus zugetraut.

Quelle: http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/klinsmann-sieht-seine-wuerde-verletzt/

Dienstag, April 14th, 2009

Nicht Muschi

Erste Gehversuche im Bereich Katzenfotografie. Imposante Tierchen. Schade nur, dass die stolzen Wesen von manchen Besitzern durch üble Katzennamen verschandelt werden. Diese beiden Exemplare zum Glück nicht. Und wer jetzt meint »Hase« und »Wurst« wären auch arg seltsame Namen, der hat recht. Aber es handelt sich dabei ja auch um arg seltsame Tiere.

Sonntag, April 12th, 2009

Schrecksenmeister heisst er!

Es gibt fast nichts entspannenderes, als draußen in der Sonne zu liegen und Andreas Fröhlich zu lauschen, der Walter Moers »Der Schrecksenmeister« liest. Zwar passt der Inhalt des Buches so gar nicht zu Sonne, grünen Wiesen und guter Laune, aber was solls. Die Geschichte ist so spannend und toll vorgelesen, dass man einfach nicht mehr aufhören kann. Ich würde das Buch ja auch lesen, wenn ich nicht total lesefaul wäre. Für alle, die gerne lesen, kann ich »Der Schrecksenmeister« nur empfehlen.