Alles Bio? Sonntag, September 30, 2007 - komponierte Piano um 7:53 PM
Da muss ich mich doch schwer wundern. Alles ist hoch modern. Eine Stadt unter Wasser, Genforschung vom Übelsten, hammer Plasmide, krasse Waffen, wahnsinns Automaten, Überwachungsanlagen ohne Ende und dann finde ich diesen ultra coolen Fotoapparat. Mache Bilder wie bescheuert bis plötzlich die Meldung kommt: Film zu Ende. Wie soll ich das verstehen? Die haben die tollste Technik aber keine poplige Digitalkamera mit der ich 1.000000000000 Fotos machen kann? Pah, lächerlich.
An manchen Tag möchte ich nicht aus dem Bett krabbeln, sondern mir die Decke bis über beide Ohren ziehen. Niemanden sehen, niemanden hören. Mich einfach nur im Bett verkriechen. Dieser Regen ist daran schuld. Und diese verdammt Kälte. Was allerdings ungemein hilft, und das hier so nur nebenbei für alle Wintermuffel gesagt, sich einfach mit Sonnenmilch einschmieren. Das riecht herrlich nach Sommer und Urlaub und steigert die Laune. Wer noch wie ich einen drauf setzen will, der stellt sich einen Strandkorb nebst Mini-Leuchtturm in den Garten. So kann der Winter kommen.
Vermutlich habe ich es schon mal geschrieben, aber es passiert mir einfach immer wieder. Vor mir liegt etwas zu essen das aussieht wie Kartoffelpuffer zum Beispiel. Ich denke:»Ah, wie lecker. Ein knuspriger Kartoffelpuffer.« In meiner Gier schneide ich ein Stück des Kartoffelpuffers ab und esse es. Irgendwann merke ich, dass es kein Kartoffelpuffer ist, sondern Fisch. Das wäre ja eigentlich nicht schlimm, wenn mein bisschen Hirn einfach umschalten würde und denken würde:»Hm. Das ist kein Kartoffelpuffer. Das ist Fisch.« Mein Zerebrum hingegen denkt so:»Ah, lecker Kartoffelpuffer. Hm…boah, hey, UH! Was sind das denn für Kartoffelpuffer? Argh…wah, die sind ja schlecht! Igitt, die schmecken ja…wähh!« Irgendwie schaltet es nicht um auf Fisch, sondern ist der festen Überzeugung es handelt sich um einen nach Fisch schmeckenden Kartoffelpuffer. Und das ist mal sowas von ekelig, ekeliger geht es fast gar nicht.
Ähnlich ist es ja mit Milch. Gehirn:»Hm, lecker Vollmilch. Wahh, igittttt, uh! Hilfe!! Ist die ranzig!« Statt dass es einfach checken würde, dass es sich eben um Buttermilch handelt. Vielleicht sollte ich einfach beim Essen nicht denken, sondern einfach essen?
Wie recht Freitag, September 21, 2007 - komponierte Piano um 9:26 PM
Ja, ich schäme mich und stelle mich in die Ecke. Aber ich muss gestehen, dass mein Angstfach »Internationales Wirtschaftsrecht« richtig Spaß gemacht hat. Angst wohl deswegen, weil ich denke, dass es vermutlich eins der trockensten Fächer ever sein kann. Aber das war es ganz und gar nicht. Das lag wohl weniger am Fach als solches, sonder vielmehr an der wirklich coolen Professorin. Die hat das nämlich so anschauend und spannend gemacht, dass ich richtig begeistert bin. Innere Stimmt: Mowl, du mutierst eben gerade zum Streber, du Noob! Aber ich kann auch nichts dafür, ehrlich. Das hätte sicher jedem gefallen. Innere Stimme: Oh Gott! Was redest du da? Hallo? Haaallloo? Ist da jemand? Kann mich jemand raus lassen? Ok, ich werde nie Juristin, so viel weiss ich. Aber es ist gut einen Überblick zu haben und seine Rechte zu kennen. Innere Stimme: Boah, Alde hey!
Es gibt ja viele unschöne Autos wie ich finde. Aber der Abschuss ist immer noch dieses Gefährt. Der Fiat Multipla. Wie kann man so etwas nur bauen? Wie kann man so etwas Hässliches nur denken? Früher habe ich immer geweint, wenn ich das Ungetüm gesehen habe. Seitdem ich aber die Folge Simpsons gesehen habe, in der Homer ein Auto gestaltet und daraufhin die Firma seines Bruders den Bach runter geht, muss ich lachen. Das Auto erinnert mich nämlich ständig an Homers Auto. Wobei das wenigstens noch witzig war. Vermutlich war es auch ein Homer, der den Multipla entworfen hat.
Heute in vier Wochen ist es soweit. Da werde ich mir eine Bleivergiftung neues Wissen in China holen. An der University of International Business and Economics in Peking werden ich brav studieren und Unternehmen wie die Porsche Holding Ag, BASF AG oder Breiten Burkhardt Attorneys-at-Law einen Besuch abstatten. Davor geht’s aber noch nach Shanghai. Eigentlich hoffe ich nur, dass ich endlich mal lerne vernünftig mit Stäbchen zu essen und mir nicht immer einen selbst gebastelten Apparat aus Gummibändern bauen muss. Etwas Angst habe ich vor dem Essen. Ich:» Ihr Huhn schmeckt aber komisch.« Er:» Ja, sieht aus wie Hühnchen, ist aber Hündchen.« Oje…naja, solange es kein Kugelfisch ist...
Falls ich eine sichere Internetverbindung auftreiben kann, gibt es hier wieder massenhaft Fotos und ausführliche Berichte über meine Abenteuer im Land der Bleivergiftungen des Lächelns.
Eigentlich fing alles ganz harmlos an, als das kleine Stückchen Tunfisch und der Salat vor mir lagen. Als danach Gemüse und Kartoffeln mit Pilzsoße (ich hab diese ganzen wunderlichen Namen natürlich wieder vergessen) kamen, war ich verzückt, so lecker war es. Auch die Nudeln mit, ich nehme an es waren Rinderfiletspitzen, in einer Schale aus Parmesan schmeckten fantastisch. Langsam jedoch merkte ich, dass meine Pausen während des Essens größer wurden. Zum Glück hatte ich eine extra weite Hose an, aber die wurde auch langsam eng. Allerdings konnte ich nicht nein sagen, als die Tortellini mit Trüffel in einem Honigmelonenmantel serviert wurden. Ich spürte einen Kloß in meiner Kehle und bekam leichte Schweißausbrüche.
Na gut, nur noch der Fisch in einer Kürbiskernsoße. »Geschafft!« Dachte ich, als mir das Zitronensorbet vor die Nase gesetzt wurde. Brav löffelte ich alles auf, als ich die grinsenden Gesichter der anderen bemerkte. »Pia, jetzt kommt erst der Hauptgang« lachte es von einer Ecke des Tisches. Als dann noch so Wörter fielen wie »Schlachtplatte Athen« war es endgültig bei mir vorbei. Das Rinderfilet (oder was es auch immer war) sah lecker aus, aber ich war psychisch und physisch fertig. Das ist keine Sportart für mich. Acht! Gänge kann doch kein normaler Mensch verdrücken. Ok, bei der endgültigen Nachspeise konnte ich dann auch nicht nein sagen, aber ich habe sicherlich deswegen zehn Kilo zugenommen.
Auf der anderen Seite brauche ich jetzt sicherlich die nächsten 2 Jahre nichts mehr zu essen, da mein Körper von den Fettreserven zehren kann.
Lärmstopp Mittwoch, September 12, 2007 - komponierte Piano um 5:16 PM
Liebe Nachbarn,
ich wäre euch sehr dankbar, wenn ihr das nächste Mal, sagen wir in ungefähr 80 Jahren, alle gemeinsam eure Häuser abreißen und neu bauen würdet und nicht jedes Jahr wieder einer von euch auf diese Idee kommt. Ich weiß, es ist sicher schwer in einer Bruchbude zu wohnen, wenn der Nachbar sich gerade einen Palast baut, aber der Baulärm zehrt doch sehr an meinen Nerven und das bereits seit 4 Jahren. Außerdem liefert sich meine Soundanlage jeden Tag einen Brüllwettbewerb gegen euren Bagger und ich weiß nicht, wie lange sie das noch mitmacht.
Ich bin auch gerne bereit, euch alle während der Abreiß- und Neubauphase bei mir aufzunehmen. Es sei denn ihr traut einer 107 jährigen Zockerin nicht, dann müsst ihr euch selbst um eine Unterkunft bemühen. Ich danke euch für das Verständnis und freue mich, wenn das jetzt der letzte Neubau war. Wenigstens für die nächsten 80 Jahre.
Burnout Donnerstag, September 06, 2007 - komponierte Piano um 6:54 PM
Es ziepte ein wenig, als sich das kleine gelbe Küken durch mein rechtes Nasenloch zwängte und mit einem *plob* vor mir auf dem Boden plumpste. »Aua, was zum Geier…?« schaute ich erschrocken herab. »Geier? Ich bin ein Hühnchen, kein Geier.« fuhr mich der kleine gelbe Federball an. »Warum zum Teufel kommst du aus meinem Nasenloch gekrochen?« »Wo soll ich denn sonst raus?« piepte es böse. »Keine Ahnung, aber nicht aus meiner Nase.« erwiderte ich. »Da dürfen nur Hasen raus.« »Hasen…? Warum nur Hasen?« »Naja…..weil…äh…weil…es sich reimt. Deswegen. Nase-Hase.« Natürlich war das gelogen, aber ich hatte keine Zeit für lange Erklärungen. »Ich bin ein Küken. Wo soll ich denn sonst schlüpfen.« »Wie wär´s mit einem Ei?«
Das Küken schaute mich verächtlich an und zwitscherte sauer davon.
Das schöne an einem Blog ist ja, dass ihn viele nette Leute lesen. Das freut mich ungemein, ehrlich. Was mich weniger freut, ist die Tatsache, dass sich auf Grund irgendeines Eintrages, der entweder meiner Phantasie entsprungen ist oder aus den ich aus der Luft gegriffen habe, sich Leute angesprochen fühlen, die damit einfach nichts zu tu haben und dann am besten noch beleidigt sind. Je mehr Leute so einen Blog lesen, umso gefährlicher wird es. Habe neulich erfahren, dass meine lieben Arbeitskollegen plus Chef auch meinen Blog lesen. Da war ich nicht schlecht überrascht.
Enttäuscht bin ich, wenn Freunde etwas lesen, es in den falschen Hals bekommen und dann sauer sind. So wie jetzt. Sie fragen erst gar nicht, sondern schmeißen mit Beschuldigungen um sich. Wenn ich was zu sagen habe, dann tue ich das direkt und das erwarte ich ebenso. Oder wenn Freunde merken, dass sie mich verletzt haben auf Grund der Tatsache, dass sie aus meiner Linkliste verschwunden sind, aber sich davor keine Gedanken darüber machen, was vorgefallen war. Ja, je mehr Leser man hat umso gefährlicher wird es und umso mehr muss man aufpassen, was man schreibt, auch wenn es ganz Allgemein geschrieben war und man an niemanden gedacht hat.
Nicht alles, was ich hier schreibe ist tatsächlich passiert. Manche Dinge entstehen einfach so, in meinem Kopf, wenn ich zwischen den Windungen spazieren gehe und meinem Herzschlag lausche. So ist das eben, in diesem Blog.
Im Radio kommt ständig diese Werbung. »Realeyes, ihre Augenlaserklinik am Münchener Flughafen! Realeyes!« Dabei muss ich mich immer wundern und lachen zugleich. Wieso gibt es eine Augenlaserklinik am Münchener Flughafen? Spielen sich da etwa tatsächlich solche Szenen ab:
Kurz vor dem Boarding: »Schatz, ich hab die Sonnencreme vergessen. Ich geh eben da in den Laden und besorg noch schnell eine.« »Ok, Liebling. Ich lass mir solange eben schnell die Augen lasern.«
Naja, wenn der Slogan » Realeyes, ihre Augenlaserklinik am Münchener Flughafen! Damit Sie vor allem im Urlaub den Durchblick behalten! Realeyes!« lauten würde, würde die Augenlaserklinik für mich am Flughafen sogar Sinn machen. Ein klein wenig zumindest…
Wii bitte? Montag, September 03, 2007 - komponierte Piano um 9:17 PM
Bin ja seit neuestem stolze Besitzerin einer (eines?) Wii. Meine Güte macht das Spaß, auch wenn mir deshalb meine Arme ziemlich weh tun. Jetzt möchte ich mir das eine oder andere Spiel zulegen, habe aber keinen Plan, was auf der (dem?) Wii gut ist. Trauma Center und Wii Sports habe ich schon. Irgendwelche Empfehlungen?
Damals, in der Grundschule konnte ich sie schon nicht ausstehen. Diese »Die Schulaufgabe war so schwer, ich habe sicherlich eine fünf oder sechs“- Jammerer, die dann natürlich jedesmal eine eins hatten. Nicht, dass es mich gestört hat, wenn jemand besser war als ich (bei meinen Noten war das eh keine Kunst) aber dieses pseudomäßige Geheule hatte ich satt. Damit wollten die Jammerer eh nur sagen, dass die Schulaufgabe oder Klausur scheiss schwer war, um noch besser da zu stehen, wenn sie dann eine eins hatten.
Ich habe die Jammerer schon damals durchschaut. Allerdings hätte ich nie im Leben gedacht, dass es jetzt, 20 Jahre später, im Studium immer noch solche Leute gibt. Da muss ich sagen, in diesem Punkt war ich nie so. Bei mir war das immer ziemlich einfach. In Mathe ganz besonders. Hatte ich ein gutes Gefühl, hatte ich eine fünf. Hatte ich ein schlechtes Gefühl, eine sechs. Dabei war Mathe immer schwer. Da kam es gar nicht vor, dass eine Schulaufgabe mal leicht gewesen wäre. Aber gejammert, wie die Pseudo-Jammerer, habe ich deswegen trotzdem nie.