Wenn das jetzt so weiter geht, dann stehe ich heuer wieder mit der original Meisterschaftsschale an meinem Geburtstag im Garten und freue mich wie ein Schnitzel! Oléééé!!
Und wieder einmal habe ich es genossen bei einer Servicehotline anzurufen.
»Guten Tag, Dettmer mein Name. Ich habe das Produkt XY von Ihrer Firma gekauft. Ich glaube das funktioniert nicht richtig. Da gab es doch diese Rückrufaktion.«
»Die ist leider schon ausgelaufen, die Rückrufaktion.«
»Hö? Echt? Das ist ja komisch. Weil ich glaube, dass ich davon betroffen bin. Also vom Kauf der defekten Serie und ich habe damals mit einem Ihrer Mitarbeiter telefoniert. Der meinte, dass man diese Geräte umtauschen lassen kann.«
»Also wie gesagt, von einer Rückrufaktion weiss ich nichts.«
»Hä? Sie haben doch gerade gesagt, dass die ausgelaufen sei die Aktion. Und jetzt wissen Sie gar nichts von dieser Rückrufaktion?«
Stille.
»Und nun?«
»Ich verbinde Sie eben mit einem anderen Mitarbeiter…«
Jetzt wo ich Stalker spiele und nur im Einzelschußmodus feuere um Munition zu sparen, stellt sich mir die Frage, wie oft ich insgesamt wohl schon die linke Maustaste meines Logitech Mäuschens gedrückt habe. Ob es da auch so einen Lebensdauerschnitt wie bei Glühlampen gibt? Bei Druckern wird das in Seiten gerechnet. Und bei Mäusen nach Klicks? 300 Millionen Mal linke Maustaste drücken, dann ist Sense? Vielleicht habe ich ja die Antwort wenn ich Stalker durchgespielt habe.
Heute fehlt mir etwas. Diese eine Stunde geht mir ab. Das ist tatsächlich so. Man steht um 10 Uhr auf und es ist einfach schon 11 Uhr. 11 Uhr! Ich schlafe nie bis 11 Uhr. Und bis man dann aus den Federn kriecht ist es Mittag. Bis man dann vor dem Rechner hockt, um sich ein wenig in der Zone zu gruseln, ist es Nachmittag. Schaurig ist das.
Wie ihr sicherlich gemerkt habt, sieht es hier etwas anders aus als vorher. Ich dachte mir, es wäre mal Zeit für etwas frischen Wind auf meiner Seite. Vielen lieben Dank dafür an diesen netten Herrn.
der Regen ist sauer. Verdammt sauer. Er könnte etwas Zucker gebrauchen, aber außer trockenem Brot, Diätwürstchen und ein paar Dosen Touristenfrühstück gibt es hier nicht viel. Ich habe ein paar Wildschweine für ein Schnitzel erlegt, konnte sie aber dann nicht essen. Die sahen irgendwie nicht mehr ganz ok aus. Der Wind ist angenehm, auch wenn ich glaube, dass ich auf Dauer davon eine Mittelohrentzündung bekommen werde.
Ich weiß immer noch nicht genau wer ich bin. Habe einige nette Leute kennengelernt, auch wenn ich sie kaum verstehe, mag ich sie. Manche spielen super Gitarre und ich bin vor Verzückung zu ihrer Musik um das Lagerfeuer gehüpft. Dennoch ist die Gegend hier seltsam. Die Russen scheinen Hunde sehr zu mögen, denn hier wimmelt es nur so davon. Allerdings gefallen sie mir nicht. Scheint eine Mischung aus einem chinesischem Nackthund und einem Chihuahua zu sein.
Dann gibt es da noch diesen komischen Kauz im Keller. Ein etwas älterer Mann, der mir ständig sagt, was ich tun soll. Da ich sonst eh nicht weiß was ich tun soll, tue ich einfach was er sagt. Er scheint nicht viele Freunde zu haben. Kein Wunder. Pausenlos heißt es »Töte diesen, töte jenen…« Daher gibt es auch manche hier, die mich nicht mögen. Die fühlen sich immer gleich persönlich angegriffen, wenn ich sie töten will. Tsts..
Dann faselt dieser komische Kauz im Keller ständig etwas von »Art de du act« oder so ähnlich. Das kann der mal ganz schnell knicken. Ich werde mich nicht ausziehen, damit er seinen künstlerischen Drängen nachgehen kann. Die anderen reden auch ständig etwas von Radio aktiv. Ihr Deutsch ist nicht allzugut aber ich glaube, sie beneiden den komischen Kauz im Keller um sein aktives Radio, dass ziemlich coole Musik spielt. Ach ja, die Natur ist hier übrigens ganz wundervoll. Hier und da gibt es Blitze am Boden oder kleine Windrosen, die die Blätter oder Leichen in die Luft wirbeln. Sieht schick aus.
Jetzt soll ich zu einer Bar gehen. Wäre eigentlich nicht das Problem, aber dazu muss ich eine Müllhalde überqueren. Dieser Gestank hätte ich schon mehrere Male fast das Leben gekostet.
Nachdem ich jetzt ein paar Diätwürstchen zu mir nehme, mache ich mich aber auf die Socken.
Diese Sache mit dem Bonbon beschäftigt mich ja schon eine ganze Weile. Ich habe nur noch nicht angefangen diese geniale Idee in die Tat umzusetzen. Aber das werde ich irgendwann sicher machen. Ein kleines Bonbon soll es sein. Mit so einem quietsch-bunten Papier drum herum. Das kann man sich in die Tasche stecken, wie andere Bonbons eben auch. Dann, wenn man unterwegs ist und der Heißhunger einen überkommt, zieht man das Bonbon aus der Tasche und öffnet es. Mit einem herrlichen »Plob« entfaltet sich der Inhalt des Bonbon und mutiert zu einer heißen, fettigen, herrlich riechenden ofenfrischen Pizza. Davon gibt es selbstverständlich unterschiedliche Geschmacksrichtungen. Pizza Hawaii, Prosciutto, Salami usw.
Naja, Taschentücher müsste man dabei haben wegen dem Fett und so. Die lassen sich wahrscheinlich nicht so einfach in das Bonbon integrieren, da sie mit dem Pizzateig verschmelzen würden. Aber gut, eins nach dem anderen. Zuerst das Bonbon. Alles andere wird sich von alleine erfinden.
Immer wieder bekomme ich nette Emails von Lesern in denen ich gefragt werde, was ich jetzt eigentlich so mache. Momentan nicht viel. Um genau zu sein warte ich. Im April geht nämlich mein Studium los. Habe meinen BA (Bachelor of Arts) gemacht und mache jetzt meinen MBA (Master of Business Administration) in General Management and Marketing. Da warten dann unter anderem Fächer wie Finance&Controlling, Entrepreneurship, Strategisches Management, Public Relations und Internationales Marketing auf mich. Omg... Ich perönlich fände den Abschluss MOU (Master oft the Universe) wesentlich spannender. Nach erfolgreichem Bestehen der Prüfungen kommt ein Raumschiff und fliegt mit den Absolventen zum Planeten Knork. Dort werden alle in Aliens umgewandelt und bekommen ihr Diplom. Damit können sie sich nicht nur auf dem Planeten Erde, sondern im ganzen Universum bewerben. Um dann genauso ohne Job da zustehen…
Martin Sonntag, März 18, 2007 - komponierte Piano um 10:39 PM
Ich lernte Martin kennen, als ich ca. neun Jahre alt war. Anfangs war ich sehr schüchtern, wusste nicht wie ich mich verhalten soll, was ich sagen soll, wo ich hinschauen soll. Denn Martin war behindert. Von Geburt an. Er konnte nicht sprechen, nicht laufen, sich kaum bewegen. Mit der Zeit merkte ich, dass Martin meine Unsicherheit sehr locker nahm, denn er lachte ungemein viel. Unsere Mütter trafen sich damals sehr oft und ich kam immer öfter mit, weil ich Martin wiedersehen wollte. Im Laufe der Zeit entwickelte sich eine richtige Freundschaft. Ich lernte die Zeichensprache um mich mit Martin zu verständigen und ich habe selten so viel gelacht wie mit ihm. Wir malten, spielten Computer, feierten Sylvester zusammen und ich laß ihm etwas vor. Oft mussten Martin und ich uns blöde Sprüche von anderen Kinder anhören: »Wah, der ist aber hässlich.« sagten einmal zwei Kinder zu mir und rannten davon. Mich hat das nie gestört, denn ich war in Martin verliebt und stand zu ihm so wie er war. Die anderen Kinder kannten ihn einfach nicht.
Und dann, eines Tages, holte mich meine Mutter von der Schule ab. Ich stieg hinten ins Auto ein und meine Mutter sagte ohne große Umschweife: »Pia, dein bester Freund ist gestorben.« Im ersten Moment verstand ich nicht. Dann fragte ich: »Martin?« Und sie sagte: »Ja.«
Ehrlich gesagt habe mich von diesem Tag nie erholt. Diese Worte klingen immer und immer wieder in meinen Ohren. Das ist jetzt bald 16 Jahre her, aber ich weiss es noch als wäre es gestern gewesen. Er ist einfach so gestorben und ich war scheiss-wütend auf ihn, weil ich keine Möglichkeit hatte mich von ihm zu verabschieden. Vielleicht hat er sich verabschiedet. Vielleicht war es ein Lächeln, dass ein wenig anders war als sonst. Vielleicht mit einem Blick, der ein wenig tiefer schauen konnte, als die vielen Blicke zuvor. Ich weiss, dass er jetzt auf seinem Stern sitzt und lacht. Deshalb flackern die Sterne nämlich immer so komisch, weil Martin sie zum Lachen bringt. Und manchmal, wenn ich traurig bin, weil er mir fehlt und ich deswegen weinen muss, dann schaue ich zu den Sternen und lache.
Kumpel Klaus ist ein netter Typ. Ich kenne ihn schon einige Jahre und er ist stets freundlich und hilfsbereit. Eben einfach nett. Und so kam es, dass Klaus eines Tages nachts von einer Feier zu seinem Auto lief um nach Hause zu fahren. In einer stillen Seitengasse kam ein Penner auf Klaus zu und meinte:»Hey, hast du nen Euro für mich?« Klaus:»Klar, hier.« Er holte seinen Geldbeutel aus der Jackentasche und gab dem Mann drei Euro. Gerade als Klaus weitergehen wollte sagte der Penner:»Hey, weißt du was? Ich kann zaubern.« Klaus stutzte. Der Penner griff in seine Hosentasche, murmelte etwas ähnliches wie »Abrakadrabra«, fuchtelte dabei wild mit den Händen in der Luft rum und hielt Klaus plötzlich ein Butterflymesser vor die Nase. Dabei grinste er und hielt die andere Hand auf, um Klaus damit klar zu machen, er solle ihm doch besser gleich den ganzen Geldbeutel da lassen, den Klaus noch in der Hand hielt. Klaus hielt inne und starrte das blitzende Messer an.»Weißt du was?« sagte Klaus.»Ich kann auch zaubern.« Der Penner guckte verwirrt. Klaus fuchtelte so wie der Penner wild mit den Händen in der Luft rum und ließ seinen Geldbeutel flugs wieder in der Jackentasche verschwinden. Der Penner war sprachlos und guckte Klaus verdutzt an. »Ach, nichts für ungut und noch einen schönen Abend.« sagte Klaus freundlich und verschwand.
Momentan habe ich Angst davor einzuschlafen. Träume ziemlich wirre Sachen. Nicht sonderlich schöne Dinge. Zum Beispiel die Sache als ich im Spiel Stalker unterwegs bin. Überall sind Zombies, aber was noch viel schlimmer ist, dass ich mich in einer Art Schule befinde und alle Lehrer und Kinder zu Zombies geworden sind, die mich essen wollen. Ich greife zum Maschinengewehr um mich zu wehren, aber es kommen nur Erbsenartige Geschosse heraus, die keinen Schaden anrichten. Die Pumpgun die ich finde hat nur noch eine Patrone und hilft mir auch nicht weiter. Also renne ich aus dem Gebäude und hunderte von Zombies sind hinter mir her. Ich bleibe stehen, weil ich mich eh nicht wehren kann und sehe die Masse auf mich zu rennen. Dann ist der Traum vorbei.
In einem anderen Traum in derselben Nacht, rufe ich die Praxis meiner Kieferorthopädin an, weil mein Retainer mal wieder kaputt gegangen ist. Das passiert alle Jahre mal. Ich rufe also dort an und möchte einen Termin ausmachen, als die Sprechstundenhilfe zu mir sagt, dass meine Kieferorthopädin tot ist. Ich war geschockt. Ich bin seit fast 17 Jahren bei ihr in Behandlung und die Frau ist einfach klasse. Nicht nur in ihrem Fach, sonder auch menschlich einfach super nett.
Heute hatte ich tatsächlich einen Termin, weil mein Retainer schon einige Zeit kaputt ist. Sie begrüsst mich und sagt zu mir: »Du siehst mich heute zum letzten Mal, Pia.« Ich konnte in diesem Moment nichts sagen, weil ich fassungslos war. Im ersten Moment dachte ich sie macht einen Witz, aber dann sagte sie mir, dass ihr Mann schwer krank ist und sie Ende des Monats die Praxis aufgeben wird. Ich finde das mehr als seltsam. Mein Retainer geht ausgerechnet jetzt kaputt und nicht erst irgendwann später oder nächstes Jahr und dann träume ich, dass sie stirbt. Gut, sie stirbt nicht, aber wir haben uns heute vermutlich zum letzten Mal gesehen wie sie selber gesagt hat.
Und wenn jetzt in Stalker auch noch eine Schule mit Zombiekindern vorkommt, dann werde ich nie wieder schlafen gehen. Gegen Maschinengewehre die Erbsen schießen hätte ich allerdings nichts einzuwenden.
Gemein Dienstag, März 13, 2007 - komponierte Piano um 10:28 PM
Das gemeine an den ganz besonders leckeren Süßigkeiten ist, dass man schon während des Verzehrs merkt, wie man in die Breite wächst. Man kann richtig hören wie die nächste Fettschicht sich mit einem »Faaaatzp« an die vorhandene pappt. Manchmal beneide ich die Magersüchtigen. Klar, dass es eine ernst zu nehmende Krankheit ist, aber meine Güte was die alles essen dürften und ganz ohne schlechtes Gewissen! Die müssen sogar essen und wollen nicht. Ich hingegen will und darf nicht. Gemein. Habe nämlich aus den USA Reese´s Peanut Butter Cups bekommen, die einfach übermenschlich schmecken, aber leider mit rund 2000Kalorien/100g doch etwas heftig sind. Leider ist mein Verstand stärker als das Gemaule meines Magens und so bleibt mit nichts anderes übrig, als sie anzustarren und davon zu träumen, wie die Creme aus Erdnuss, Butter und Schoko meine vor Verlangen brennenden Lippen berührt, meine Zunge streichel und langsam zergeht, warm und cremig die Speiseröhre entlang Richtung Magen gleitet, mich dabei alle Sorgen der Welt vergessen lässt und…..»Faaaaaatzp!!« da ist sie, die verdammte Fettschicht und aus ist der Traum. Gemein.
Wir als Zocker sind ja nicht ganz untätig in der Sache um das Killerspielverbot gewesen. Also schrieb Zockerkumpel Martin einen Brief an einen Landtagsabgeordneten, der tatsächlich mit folgenden Zeilen antwortete:
Sehr geehrter Herr S.
Vielen Dank für Ihr Schreiben vom 29. Januar 2007 zum Verbot von sog. „Killerspielen“.
Die Diskussion über „Killerspiele“ soll nicht das Missverständnis erwecken, die Politik sei prinzipiell gegen alle Formen von Computerspielen oder im Hinblick auf moderne Medien gar rückständig eingestellt. Im Gegenteil – aber es kommt auf den Inhalt und auf die Zielgruppe an.
Natürlich wird nicht jeder Fan von gewalthaltigen Spielen eine Gewalttäter.Eine Reihe von belastbaren Studien zum Zusammenhang zwischen Computerspielen und Gewaltbereitschaft belegt aber, dass gewalttätige Spiele aggressives Verhalten, Gedanken und Gefühle begünstigen. Derart gewaltbeherrschte Computerspiele und Filme sollten wir nicht quasi als Teil der Freizeitkultur von Kindern und Jugendlichen einfach hinnehmen.
Daher ist die Absicht, die Abgabe gewaltdominierter Trägermedien per Gesetz für Jugendliche zu untersagen, meines Erachtens medienpolitisch der richtige Weg. Die Große Koalition hat in ihrem Koalititionsvertrag die entsprechende politische Ziellinie angekündigt.
Wir wollen keine Pauschalverurteilung der gesamten Branche, sondern ein konsequentes Vorgehen gegen die schwarzen Schafe.
Mit freundlichen Grüssen
Wie schaffen Politiker immer etwas zu sagen, aber nichts dabei zu sagen? Welche schwarzen Schafe? Und seit wann gibt es gewalttätige Spiele. Gehen die Rohlinge dann auf mich los und bringen mich um? Strange das alles.
Marion und ich lernten uns damals in der 5. Klasse kennen. Wir haben uns auf Anhieb gemocht und saßen auch nebeneinander. Wir waren beide Pferdenarren und in der Nachmittagspause hingen wir meistens bei den Koppeln neben dem Schulgelände rum und schauten uns die Pferde an. Oder wir spielten selbst Pferde und rannten stundenlang durch den Wald. Marion brach sich sogar einmal den Arm beim reiten und ich muss gestehen, dass ich extrem beeindruckt war. Während ich doch eher vorsichtig – ja fast ängstlich- mit den Tieren umging, konnte Marion das Pferd gar nicht wild genug sein. Mit Marion war es immer abenteuerlich und vor allem lustig. Das war auch gut so, denn auf einer katholischen Ganztagesschule können die Tage unglaublich lang (weilig) sein. Es sei denn man schrieb Matheschulaufgabe und saß neben Marion. Doof, wenn man gleichzeitig von einander abschreiben will, in der Mitte volle Kanne mit den Köpfen aneinander prallt und in einen fünf Minuten Dauerlachanfall verfällt, sehr zum Ärgernis der Mitschüler. Der Lehrer hingegen lachte mit, so doof war das.
Irgendwann, ich weiss nicht mehr wann und leider auch nicht warum, verloren Marion und ich uns aus den Augen. Sie wechselte die Schule und ich weiss noch, dass Marion weit weg von München wohnte. Ich habe oft an sie denken müssen und mich immer wieder gefragt, was sie wohl macht. Ja und heute…heute bekomme ich eine Nachricht von Open BC, dass eine Marion mich als Kontakt hinzufügen will. Unfassbar. Nach fast 16 Jahren finden wir uns wieder. Im Internet. Wie haben sich damals, als es noch kein Internet gab, die Leute wieder gefunden? Sind sie hoch zu Ross alle Städte abgeritten und haben nach einer Marion gefragt, die vielleicht gerade in einer anderen Stadt hoch zu Ross nach einer Pia gefragt hat. Nein wirklich…an Tagen wie diesen schätze ich das Internet ganz besonders.
Ich stehe ja grundsätzlich an der falschen Kasse im Kaufhaus. Das scheint an mir zu liegen. Bevor ich mich nämlich anstelle, schaue ich an welcher Kasse es am schnellsten gehen könnte. Und jedesmal, wirklich jedesmal entscheide ich mich für die falsche Kasse.
Entweder es ist gerade Schichtwechsel und die freundlichen Kassiererinnen/Kassierer meinen, sie könnten noch einen kleinen Plausch halten.
Die Rolle mit dem Papier verheddert sich in dem Druckkästchen und die Kassiererin schafft es nicht das Ding mit ihren ungeschickten Fingern zu entheddern.
Die Kassiererin rafft es nicht, die Ware in die Plastiktüte zu quetschen.
Der Typ vor mir sucht eine viertel Stunde nach dem passenden Kleingeld bis ihm der Geldbeutel runterfällt und er auf den Knien rutschend alles wieder einsammelt.
Das Lasergerät, das den Barcode liest, hat einen an der Klatsche.
Die Kasse klemmt.
Die Kassiererin verschwindet wortlos.
Der Typ, der an mir vorbei geht wird von Sicherheitsleuten zu Boden geworfen, 20 DVDs fallen aus seiner Jackentasche und 50 Schaulustige gesellen sich zu der Kasse, an welcher ich stehe. Von weiterarbeiten keine Spur.
Der Alarm geht los, weil die Kassiererin meine Ware nicht entsichert hat.
Der Typ vor mir versteht nicht, wie das mit der Reklamation funktioniert und lässt es sich von der Kassiererin 20 Minuten lang ausführlich erklären.
Die Kassiererin schläft beim Arbeiten und ihre zeitlupenartigen Bewegungen bringen mich zur Weißglut.
Warum? Warum oh Herr bin ich damit gestraft immer an der falschen Kasse zu stehen? Hm, na gut ok. Es gibt schlimmeres. Auch noch die falsche Ware gekauft zu haben und den Kassenzettel weggeschmissen zu haben zum Beispiel.
Da ist doch was. Ein Geräusch. So ein eigenartiges Klopfen. Ich schlage die Augen auf und sehe etwas im Halbdunklen vor mir. Etwas mit einem großem schwarzen Ding. Das Klopfen kommt von diesem Etwas. Ich bin müde und meine Augen fallen wieder zu. Die Person links neben mir im Bett bekommt von allem nichts mit. Ich weiß nicht wie lange meine Augen geschlossen sind, aber plötzlich höre ich ein zweites Geräusch. Ein Quietschen. Ich öffne meine Augen und das Etwas mit dem großen schwarzen Ding ist immer noch direkt vor meinem Gesicht. Das Quietschen kommt ebenfalls von ihm. Als ich das Etwas benommen anschaue, wird das Klopfen schneller. Es kling so, als würde etwas auf den Boden schlagen. Auch das Quietschen wird deutlicher.
Plötzlich begreife ich! Ich versuche mich aufzusetzen, aber es ist zu spät. Das Etwas ist in mein Bett gesprungen. Ich bin hellwach und winde mich, aber ich habe keine Chance. Das Etwas kuschelt mich knadenlos über den Haufen. Ich bin bemüht mein Gesicht abzuwenden, doch ein Streif-Schlecker erwischt meine rechte Wange und ich sacke aufstöhnend vor Eckel ins Kissen zurück. Das Etwas mit dem großen schwarzen Ding robbt sich wieder direkt vor mein Gesicht und droht mir weiterhin mit Kuschel- und Wangenschleckattaken.
»Ist ja gut« grummel ich mürrisch. »Du bekommst dein Frühstück jetzt« und das Etwas verschwindet aus meinem Bett.