Vermutlich schon bekannt, aber einfach süß. Die lieben Kleinen…
Archive for Dezember, 2007
Katzenjammer
Wohnst du noch oder fluchst du schon?
Zugegeben, ich bin handwerklich nicht gerade begabt. Ok, ich kann zwar einen Rechner zusammenschrauben, aber bei dem Zusammenbau eines Ikea Regals Marke »Billy« scheitere ich kläglich. Also das Ding steht und sieht ganz gut aus. Nur die tragenden Zwischenbretter habe ich verkehrtherum eingebaut und die unlackierte Seite schaut nach vorne. Ja, ja, schön doof. Aber ich dachte immer, das Zusammenbauen eines Ikea Regals ist so was von idiotensicher, dass ich mein Hirn komplett ausgeschaltet habe. Es war aber auch nicht markiert wie rum man die Zwischenbretter einbauen soll und ich dachte, es wäre egal. Wieso lackieren die die Teile nicht einfach auf beiden Seiten? Oder setzen die Löcher so, dass man die tragenden Zwischenteile nur mit der lackierten Seite nach vorne einbauen kann?
Nachdem ich mich über meine eigene Dummheit geärgert und wieder beruhigt hatte, stellte ich fest, dass ich weitere Einlegebögen brauche. Gut, kein Problem. Gibt es sicher zu kaufen. Und was muss ich feststellen? Nein, gibt es nicht. Nicht in Silber und Schwarz. Alle anderen Farben schon. Jetzt werde ich mir noch so ein Regal kaufen, es diesmal richtig zusammenbauen und aus dem alten Regal die Einlegebretter für das neue nehmen. Bei 35 Euro für das komplette Regal geht das gerade noch.
Es braucht nicht jemand zufällig zwei Seitenwände mit drei verkehrtherum eingebauten Zwischenbrettern und eine Rückwand?
Kaufrausch
Irgendwie war es komisch. Ich fuhr heute mit der U-Bahn in die Stadt. Danach erinnere ich mich an gar nichts mehr. Jetzt sitze ich zu Hause und habe einen Stapel Spiele auf meinem Schreibtisch. Ich denke, dass dieser Blackout bzw. Kaufrausch etwas mit der kaputten Festplatte zu tun hat. Die ist nämlich nicht reparabel und ich darf die Hausarbeit im Internationalen Wirtschaftsrecht nochmal schreiben. Das kotzt mich ziemlich an und wirft mich in meinem Zeitplan ca. einen Monat nach hinten. Obwohl, die Platte könnte das Datenrettungslabor schon reparieren, aber für 2500 Tacken. Und die habe ich nicht. Zumindest seit meinem Blackout heute nicht mehr.
Golf mal anders
Golf finde ich eine doofe Sportart. Man rennt stundenlang einem kleinen Ball hinterher und zahlt dafür auch noch jede Menge Geld. Reiten hingegen ist für mich eins der schönsten Dinge, die es gibt. (Ja, ja…ich meine das Reiten auf Pferden!) Wenn das liebe Pferdchen sich aber einbildet, es müsse im gestreckten Galopp über einen Golfplatz galoppieren, finde ich Reiten auch doof. Zumal sich die Haftpflichtversicherung sicherlich ganz herzlich für den »Auftrag« bedanken würde. Ich hab zwar keine Ahnung, was die Neuberasung eines renommierten Golfplatzes kosten würde, aber die Pflänzchen sehen schon recht teuer aus. Man könnte den Herrschaften vom Golfverein auch versuchen zu erklären, dass ihr Golfplatz, nachdem das Pferdchen drüber gedüst ist und ca. 400 Löcher dabei hinterlassen hat, jetzt ein einzigartiges Alleinstellungsmerkmal hat: Nämlich 418 Löcher. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob die das ebenfalls so praktisch sehen würden wie ich…
Der mit den 52 Zähnen
Fängt man den Tag mit einem Leibniz Butterkeks an, ist alles nur noch halb so schlimm.
Nippel – extra groß
Diese Kreativitätsübungen auf Zeit habe ich ja schon einige Male gemacht. Man bekommt beispielsweise ein Blatt mit lauter unterschiedlichen Strichen drauf und soll möglichst schnell aus jedem Strich etwas zeichnen. Heute war es mal wieder soweit und unser Professor gab uns fünf Minuten Zeit, aus den vielen Strichen tolle Sachen zu entwerfen. Neben der mobilen Rutsche für Kleinkinder entwarf ich aus einem gewölbten Strich einen Silikon-Busen mit extra großem Nippel. Der wurde von den Herren der Schöpfung ganz besonders gemustert. Gut, zugegeben, den Silikon-Busen habe ich nicht neu erfunden, aber der extra große Nippel, der war schon was Besonderes. Zumindest, wenn man sich das Gesicht der männlichen Kollegen angeschaut hat. Ich würde damit ja sofort auf den Markt gehen, aber ich weiß nicht, ob man sich einen extra großen Nippel auf einem Silikon-Busen patentieren lassen kann.
Vielleicht sollte ich doch lieber mit meinem ultimativen, innovativen Gartenhäuschen für den Rentner von morgen, aus reiß- und wetterfestem Material, zum selber zusammenstecken, in Schlauchform nebst Vordereingang und Hinterausgang, inklusive kabellosen digitalen Schließ- und Zutrittskontrollsystem plus Solarzelle auf den Markt gehen, das ich heute ebenfalls entwickelt habe. Egal, eines Tages reiße ich die Weltherrschaft an mich. Das ist sicher…
Ausgepiept
Es gab kein Geräusch. Es war einfach nur still. Kein Surren, kein Piepen. Nichts passierte, als ich vorgestern den Rechner an machte. Es hätte eigentlich alles sein können. Netzteil, CPU, Board. Aber sie war es. Ausgerechnet sie. Mit allen Daten drauf. Bilden, Musik, Spielen, Uni-Zeugs. Ich hätte das Piepen ernster nehmen und mich nicht auf die Aussage von Fachmännern verlassen sollen, dass das Geräusch in Ordnung sei. Sie ist tot. Einfach so ohne weitere Vorzeichen von mir gegangen. Und mit ihr viele meiner geliebten Daten. Gut, dass ich immer wieder Backups mache. Doof, dass ich sie nur alle 4 Wochen mache. Es treibt mir die Wuttränen in die Äuglein, wenn ich an die Hausarbeit im Internationalen Wirtschaftsrecht denke, die sie mitgenommen hat. Jetzt ist sie in Berlin. In einem Datenrettungslabor und ich hoffe, dass die Profis sie wieder zum piepen bringen. Ja, ich werde dafür sehr bluten müssen, denn eine Profi-Datenrettung im Reinraum kostet ein Vermögen. Aber meine Daten….diese Hausarbeit. Wochenlange Arbeit…
»…es ist so unfassbar viel Geld…« stammelte ich.
»Wie wichtig sind Ihnen Ihre Daten denn?« fragte mich der Mann am Telefon und ich verstummte.
Tatsache
Du kaufst hier net ein!
Gestern war ich das erste Mal bei den Munich Indoors. Schön war es schon. Neben den tollen Pferden gab es auch jede Menge genialer Stände, an denen Pferdefreunde sich dumm und dämlich kaufen konnten. Und da ich auch zu den Pferdefreunden gehöre, wollte ich mich auch dumm und dämlich kaufen. Deshalb wollte, weil das bei dieser super dummen, arroganten und einfach nur unfassbar unverschämten Verkäuferin leider nicht möglich war.
Ich ging zu einem Stand, an dem ich eine wunderschöne Jacke hängen sah. Der Anorak hing etwas höher und ich streckte mich hinauf um ihn zu öffnen. Schließlich wollte ich sehen, wie und ob er gefüttert war. Während ich also die Jacke öffnete, um zu schauen, kam die Verkäuferin. Ich dachte, dass sie mir die Jacke evtl. runter reichen will, mich beraten will, mir das ziemlich teure Ding verkaufen will. Aber nein. Sie schob mich zur Seite, griff nach der Jacke, machte den von mir etwas aufgezogenen Reißverschluss wieder zu und knöpfte den Anorak auch noch zu. Dabei sagte sie keinen Ton. Ich meinte nur: „Wow, das nenne ich mal Kundenfreundlichkeit. Sie werden sicherlich Verkäuferin des Monats. Also wenn es danach geht, wer am unverschämtesten ist.“ So was habe ich noch nie erlebt. Sehe ich etwa so aus, als hätte ich keine Kohle und könne mir so einen Anorak nicht leisten?
Schließlich habe ich mir die Jacke ein paar Stände weiter bei einem sehr freundlichen Verkäufer gekauft. Dennoch: Kundenfreundlichkeit wird wohl bei uns immer kleiner geschrieben.
