Pia-no
Zwischenstopp auf Planet Erde
 
 
Dentist Mist
Dienstag, Oktober 31, 2006 - komponierte Piano um 1:57 PM
Was ja eigentlich noch viel fieser als das Bohren und Zahnsteinentfernen ist, sind diese Dinger mit denen die Zähne poliert werden und durch die Vibration auf den Zähnen die Nasenspitze derart anfängt zu jucken, dass man am liebsten sterben würde. Und weil der liebe Onkle Doktor und seine fleißigen Helferlein den halben Instrumentenkasten puhlend im Mund versenken, hat man keinerlei Gelegenheit sich auch nur annähernd an der Nase zu kratzen. Das nenne ich Folter pur. Diese verdammten Arztlöcher.
Gammelfleisch and Freedom Fries
Montag, Oktober 30, 2006 - komponierte Piano um 8:59 AM

Endlich ist es vollbracht. Nach bald zwei Jahren ist unsere neue Live-CD „Gammelfleisch and Freedom Fries“ fertig. Ich hätte nicht gedacht, dass es so lange dauert, aber so eine CD-Produktion bedeutet unglaublich viel Aufwand. Besonders bei einer Live-CD.
Für alle die The Jokers live sehen möchten, können das am 25.November in München im Schlachthof tun. Genaue Infos dazu folgen. Nur so viel sei gesagt: wir haben zwei Vorbands die, naja…so in Richtung dieser Kameraden gehen. Nein, nicht damit wir umso besser klingen, sondern weil wir sonst die Miete für den Schlachthof nicht stemmen können. Kein Wunder, bei 14.000 Euro Produktionskosten für die CD. Daher spielen an diesem Abend noch drei weitere Bands, was aber ein umso größerer Spass wird. Vorab schon mal eine Kostprobe unserer Live-Aufnahme.
Guild Wars in the house
Sonntag, Oktober 29, 2006 - komponierte Piano um 2:10 PM
Hach, habe am Donnerstag meine Collectors Edition GW Nightfall von einem sehr netten Herrn von Flashpoint persönlich zugeschickt bekommen. Darüber freue ich mich mindestens genauso wie über die Collectors Edition von Factions und all die anderen Editionen, die ich von dieser reizenden Dame bekommen habe. Und natürlich auch über die Poster, die ich von diesem unglaublich netten Herrn bekommen habe. So gefällt mir mein Zuhause und ich freue mich auf die neuen Abendteuer, die ich mit Mönchin Uschi Ulkig bestreiten werde.





Beta than Alpha
Donnerstag, Oktober 26, 2006 - komponierte Piano um 10:07 AM
Das Möchtegern-Alphatierchen vergöttert das Alphatierchen. Wenn Alphatierchen nicht da ist, lässt sich das Möchtegern-Alphatierchen gerne herab und erkennt das eigentliche Betatierchen als Ersatz-Alphatierchen an. Dennoch ist dabei das Möchtegern-Alphatierchen mit Vorsicht zu genießen, da es immer wieder Versucht seine Machtinteressen gegenüber dem Ersatz-Alphatierchen, also dem eigentlichen Betatierchen, in Form von Dominanzverhalten klar zu machen. Dabei muss das Betatierchen aufpassen, dem Möchtegern-Alphatierchen nicht zu nahe zu kommen um eine Konfliktsituation zu vermeiden. Hat das Betatierchen es dennoch irgendwann geschafft, dem Möchtegern-Alphatierchen näher zu kommen, muss es ganz schnell eins der beiden Ohren des Möchtegern-Alphatierchens erwischen um es liebevoll und in leicht kreisenden Bewegungen dahinter kraulen. So wird das Möchtegern-Alphatierchen innerhalb weniger Sekunden zum Gamma-Tierchen und weitere Konfliktsituationen sind vorerst nicht zu erwarten.

Semper aliquid haeret
Mittwoch, Oktober 25, 2006 - komponierte Piano um 3:03 PM
Im Nachhinein denke ich, dass ich Lateinlehrerin hätte werden sollen. Nicht, dass ich Latein besonders gemocht hätte, aber wenn ich so zurückblicke musste mein Lateinlehrer eigentlich einen riesen Spaß gehabt haben. So viele schöne Fantasiegeschichten wie ich ihm bei den Übersetzungen der Klausuren geliefert habe, hat er vermutlich bis heute nicht mehr gelesen. Da hätte auch Harry Potter einpacken können.

Et haec quidem humanis consiliis providebantur.
Korrekt: Und das freilich wurde durch menschliche Beschlüssen vorgesorgt.
Freie Übersetzung meinerseits: Und dies wurde jenem Menschen selbstverständlich vertraglich verboten.

Oder:
Non omnis moriar multaque pars mei Vitabit Libitinam
Korrekt: Nicht ganz werde ich sterben, und ein großer Teil von mir wird die Livitina (Unterwelt) meiden.
Freie Übersetzung meinerseits: Das große Teil von mir wird nicht ganz absterben und ich werde in der Unterwelt daran ziehen.

Die ganze Geschichte welche eine Liebesgeschichte darstellen sollte, endete bei mir mit einem Zentauren, der die Menschheit vernichtet. Mal ehrlich: bei so viel Kreativität hätte ich doch auch eine eins, statt einer fünf verdient oder?
Zu oft
Montag, Oktober 23, 2006 - komponierte Piano um 1:11 PM
Zu oft denke ich, dass ich die Menschen gut kenne.
Zu oft denke, dass ich sie mag und sie mich.
Zu oft gebe ich mir die größte Mühe meine Arbeit perfekt und zur vollsten Zufriedenheit zu machen.
Zu oft bemühe ich mich akzeptiert zu werden und andere so zu akzeptieren wie sie sind.

Zu oft werde ich dann belogen.
Zu oft werde ich dann enttäuscht.
Zu oft wird mir weh getan.
Zu oft werde ich verarscht.
Zu oft wird mir ins Gesicht gelacht und ein Messer in den Rücken gerammt.

Genau von diesen Menschen, die mir was bedeutet haben. Die ich geschätzt habe, die ich lieb hatte.
Es hilf mir etwas in die Ecke zu schmeißen und es dort liegen zu lassen. Es nicht mehr anzufassen. Nicht mehr zu beachten. Genauso, wie sie es mit mir tun.
Schumi der Mehrtürer
Samstag, Oktober 21, 2006 - komponierte Piano um 7:13 PM
Als Märtyrer in der weiteren Bedeutung bezeichnet man Personen, die nicht um ihres religiösen Bekenntnisses willen, sondern aufgrund einer andersartigen, zum Beispiel politischen Überzeugung Verfolgung und Tod erleiden.

So, so. Morgen also bestreitet Michael Schumacher sein letztes Rennen. Gestern habe ich mich gefragt, was eigentlich wäre, wenn er ausgerechnet bei seinem letzten Rennen ums Leben kommen würde. Das wäre ja mal wirklich doof irgendwie. Ich wünsche ihm auf jeden Fall, dass er heil durchs Ziel kommt.
Geh! Wachsen!
Freitag, Oktober 20, 2006 - komponierte Piano um 8:29 PM
Habe gerade gemerkt, dass ich heute um 10cm in die Höhe gewachsen bin. Gefällt mir gut diese Aussicht. Sehr gut sogar.
Hallo Wien
Mittwoch, Oktober 18, 2006 - komponierte Piano um 11:12 PM
Im Amiland zu leben kann ich mir gar nicht vorstellen. Ich liebe Bayern und das Essen hier. Aber jetzt gerade im Oktober finde ich es sehr schade, dass ich nicht in den USA aufgewachsen bin. Ich liebe nämlich Halloween. Fasching hingegen hasse ich. Hört sich seltsam an, aber ich finde Halloween viel mystischer und außerdem grusel ich mich gerne. Wie gerne wäre ich als kleines Kind verkleidet als Vampir mit anderen Kinder um die Häuser gezogen und hätte an Türen geklopft mit dem Satz:“Rat oder gib!“. Zu schade, dass sich dieser Brauch nicht bei uns so ganz durchsetzen kann. Dafür würde ich sogar Babysitten, nur um mit den Kindern um die Häuser zu ziehen und Süßigkeiten einzusammeln. Aber ich habe mir dieses Jahr endlich einen Kürbis gekauft, ihn ausgehöhlt und ein Gesicht rein geschnitten. Hans habe ich ihn getauft und immer wenn es dunkel wird, strahlt Hans mich lachend an. Das finde ich schön. Mindestens so schön wie die goldenen Blätter an den Bäumen.





Heute gelernt...
Dienstag, Oktober 17, 2006 - komponierte Piano um 6:03 PM
Manchmal muss man ein Arschloch sein um nicht selber wie eins behandelt zu werden.
Band(t)raum
Sonntag, Oktober 15, 2006 - komponierte Piano um 11:38 PM
Das kommt davon, wenn man den männlichen Bandkollegen die Wandgestaltung des Bandraums überlässt. Hmpf.



Da hatschi sich erschrocken
Samstag, Oktober 14, 2006 - komponierte Piano um 7:24 PM
Ich empfehle Panda Antivirus.

Freitag der 13. und andere fiese Dinge
Freitag, Oktober 13, 2006 - komponierte Piano um 10:21 AM
Heute aus unsere musikalischen Küche eine ganz besondere Spezialität! Führt garantiert zu Ohrenbluten und Übelkeit und ist mindestens so „verbugt“ wie Gothic, allerdings gibt es dafür keinen 60 MB Patch. Die Lachtränen lindern den Schmerz wieder etwas. Obwohl…heute ist Freitag der 13. Vielleicht bleibt er auch, der Schmerz.
Kommt noch ein Stöckchen geflogen
Mittwoch, Oktober 11, 2006 - komponierte Piano um 6:49 PM
Kerstin hat mir auch ein Stöckchen zugewofen. Dann will ich mal apportieren.

5 Dinge, die ich nicht habe, aber gerne hätte

Zufriedenheit
(Alles andere kann ich mir sparen. Wenn ich zufrieden wäre, bräuchte ich nichts mehr, weil ich mit dem, was ich hätte ja zufrieden wäre.)
Naja gut, vielleicht noch einen Klon von Casper Van Dien der total verrückt nach mir ist.

5 Dinge, die ich habe, aber nicht gerne hätte

Keinen Job
Einen Hasen der lahmt
Einen Hund, der immer denkt man würde ihn schlagen, wenn man ein Stöckchen werfen will und jaulend das Weite sucht. (Schande über die ihn prügelnden Vorbesitzer!)
Vogeldreck auf dem Balkon
Kratzer auf meinem Video-ipod (GRRRRR!)

5 Dinge, die ich nicht habe und auch nicht haben möchte

Kaugummi und andere verkrustete Substanzen unter meinem Schreibtisch
Einen 100 kg Apfel
Einen rosa Elefanten in meinem Zimmer
Den wöchentlichen Wetterrückblick auf DVD
Holzschuhe zum Polka tanzen

3 Gerngelesene an die das Stöckchen weiterfliegt und die es vielleicht aufheben mögen

Pascal
Trainbuk
Daniel
Möglichst unauffällig Teil 2
Dienstag, Oktober 10, 2006 - komponierte Piano um 10:28 AM
Unauffällig sollte man sich verhalten, wenn man eine Rolltreppe hinauf oder hinunter fährt zum Beispiel.Dabei sollte man tunlichst darauf achten, keine Gegenstände in der Hand zu tragen oder zumindest darauf achten, dass diese auch in der Hand bleiben. Zum Beispiel wenn es sich um einen Schlüssel handelt. Es könnte ja sein, dass einem kurz vor dem Ende der Rolltreppe dieser Schlüssel runterfällt. Man will sich bücken, ist aber zu langsam und so verkeilt sich der Schlüssel zwischen der sich bewegenden Stufe und dem Rahmen der Rolltreppe. Anstatt dass der Schlüssel einfach abbricht, gibt es einen lauten Knall und die Rolltreppe bleibt mit einem Ruck stehen. Die Leute auf der Treppe geben ein kurzes lautes „Huch!“ von sich. Einige purzeln die Treppe fast rückwärts runter. Um nicht aufzufallen tut man so, als würde man die Rolltreppe verlassen wollen und bemerkt dabei „zufällig“ den Schüssel. Untermalen sollte man das Ganze noch mit einem „Oh, wem gehört denn dieser Schlüssel?“ Dann sollte man möglichst schnell versuchen, den Schlüssel wieder aus der Rolltreppe zu bekommen. Falls das nicht klappen sollte, weil der Schlüssel derart verkeilt ist, sollte man so tun, als würde man sich grosse Sorgen um die Rolltreppe machen und weniger um den Schlüssel. In der Sorge um die Rolltreppe geht man zu einem Schlumpf des MVV und berichtet von dem „zufällig gefundenen“ Schlüssel. Dieser ruft dann die Techniker an, die eine halbe Stunde auf sich warten lassen, um dann den Schlüssel in einer weiteren Stunde aus der Rolltreppe zu popeln. Das Geschimpfe der die Treppe hochkommenden Leute ignoriert man. Man nimmt den Schlüssel an sich, tut so als würde man den Besitzer des Schlüssels kennen und verschwindet leise und unauffällig mit einem: „Ja, ja, Herr Maier ist schon etwas älter und hat vermutlich nicht gemerkt, dass er seinen Schlüssel verloren hat. Er wird sich sicher freuen wenn er ihn wieder hat.“
Hey Jude, mal so gar nicht gut
Sonntag, Oktober 08, 2006 - komponierte Piano um 3:26 PM
Was hab ich Tränen gelacht! Ich dachte zuerst ich würde mich irren, aber nein. Da habe ich eine CD in der Hand, von einer Musikschule und denke mir: mal sehen was die „Konkurrenz“ so produziert. Die Musiker sind ja schließlich in unserem Alter und ich will einfach wissen, was sich so tut auf dem Markt. Gerade jetzt wo unsere DVD hoffentlich bald fertig ist und ich kritische Zweifel habe, ob man die wirklich Freunden zum Anhören geben kann, höre ich mir andere Bands an. Aber das, was ich da gehört habe war der Abschuss. Wie kann man als Band sowas auf eine CD pressen lassen? Jetzt weiß ich auch, warum diese Band das Wörtchen „Shock“ in ihrem Namen hat. So hat sich nicht mal die Band angehört, in der ich mit 15 gespielt habe. Oder hören die das selber nicht, dass es einfach nur schrecklich ist? Zugegeben, wir haben auch unsere Schwachstellen, wie unseren Gitarristen, der auch ab und zu den Vogel abschießt. Aber sowas….das übertrifft sogar ihn.
Die Sängerin kann nicht singen, das Schlagzeug hört sich an wie ein Drum-Computer, die Bläser klingen derart schief, und die Flöte…was macht eine Flöte da überhaupt? Aber ich danke der Band dennoch, weil ich schon lange nicht mehr so gelacht habe. Bitte unbedingt bis zum Ende anhören, da kommen die überrangenden Soli.
Deep Infarkt
Freitag, Oktober 06, 2006 - komponierte Piano um 8:38 PM
Seit der Geschichte mit dem brennenden Flugzeug und einem sehr seltsamen Geräusch in unserem Flugzeug mit anschließender Vibration des ganzen Jets, was mir dank meiner Flugangst einen Schock fürs Leben verpasste, habe ich starkes Herzklopfen. Heute wurde festgestellt, dass mein Herzschlag viel zu langsam und sehr unregelmäßig ist. Fühlt sich an wie vor einer Prüfung vor der man aufgeregt ist und das Herz ganz wild im Brustkorb rumort. Morgen muss ich ein EKG machen lassen. Angst hab ich nicht. Ich glaube nicht, dass es was Schlimmes ist. Aber falls kein weiterer Eintrag folgen sollte, dann hätte ich gerne auch so eine Anzeige.
Goldener Herbst, hach!
Donnerstag, Oktober 05, 2006 - komponierte Piano um 10:21 AM
Über etwas Positives soll ich schreiben hat mir jemand empfohlen. Dann wird alles gut. Naja, mal überlegen. Dieser Herbst, dieser verdammte Herbst fällt mir dabei ein. Nach dem Sommerloch jetzt dieser schlimme Herbst. Mit so vielen guten Spielen die ich alle spielen will und keine Zeit habe, weil ich nicht weiß wo ich anfangen soll: Guild Wars Nightfall, Splinter Cell: Double Agent, Battlefield 2142, Flugsimulator X (Ja, ich gehöre zu den Langweilern die auch gerne mal fliegen, allerdings mit Gepäck) Dark Messiah of Might and Magic.

Ach ja und Gothic 3. Aber das hat locker Zeit bis es entbugt ist. Wird wohl mehr ein Trauer- als ein Computerspiel. Wenn ich lese, dass am Tag der Veröffentlichung schon der erste patch bereitgestellt wird, muss ich laut lachen. Naja, kann ja mal passieren. Ein Automobilhersteller kann ja auch versehentlich ein neues Auto ohne Reifen auf den Markt bringen. Man kann ja genauso gut auf den Felgen fahren. Und wen das stört, der kann sich ja beim Händler die Reifen noch besorgen. Aber hupen darf man nicht, weil sonst der Airbag aufgeht und der Motor implodiert. Hauptsache der Name des Autos stimmt.

Auch ohne Gothic viel zu viel Games. Und hier auf meinem Schreibtisch liegen ja auch noch gut 20 Spiele, die gespielt werden wollen. Sie schreien geradezu danach. Oje oje oje…wo soll ich nur anfangen? Böser goldener Herbst. War das jetzt positiv genug?
Lieb von dir
Mittwoch, Oktober 04, 2006 - komponierte Piano um 12:05 AM
„Du hast da was auf deiner Nase.“

„Auf meiner Nase?“

„Ja. Sieht aus wie kleine Sommersprossen. Hm…ne…warte mal. Das sind…Zwerge. Du hast Zwerge auf deiner Nase!“

„Ich weiß.“

„Ach. Und was machen die da?“

„Die wohnen da.“

„Auf deiner Nase? Warum?“

„Ihre Vorfahren haben da auch gewohnt. Eines Tages, ich war gerade im Urlaub, nahm ich ein ausgiebiges Sonnenbad am Strand. Ich habe nicht daran gedacht und sie sind alle elendig verbrannt.“

„Oh.“

„Und als Entschuldigung dürfen ihre Nachkommen jetzt auch dort wohnen.“

„Das ist aber lieb von dir.“

„Ja. Das ist es.“
Hühnchen, Hackfleisch, Affen und brennende Flugzeuge
Dienstag, Oktober 03, 2006 - komponierte Piano um 10:30 AM
Spanisches Essen ist fantastisch. Scampi in Knoblauch-Öl. Brot mit Knoblauch-Majo. Kartoffeln in Knoblauch-Tomaten-Sauce. Knoblauch in Knoblauch. Wunderbar. Das braucht man besonders, wenn man wieder einmal ohne sein Gepäck auf der Insel angekommen ist. Zum Glück hat man noch alte Klamotten im Haus, aber wirklich toll ist das dennoch nicht.

Und da will man einmal was anderes zum Essen bestellen. Nur einmal. Hühnchen gefüllt mit frischen Früchten. Hört sich doch lecker an und kostet auch „nur“ 26 Euro. Das muss einfach gut sein. Kurze Zeit später kommt der super unsympathische Kellner vorbei und stellt mir einen Teller vor die Nase. Da ist ein Speckmantel um das Hühnchen gewickelt worden. Naja, nicht so schlimm. Stand zwar nicht dabei, aber den kann man ja relativ leicht aufschneiden und das wabbelige Zeug zur Seite legen. Den leichten Brechreiz schluckt man einfach runter. Dann beginnt man zu essen. Hm, ja…hm…ganz gut aber..hm..Moment…da..hm…da sind Nüsse drinnen. Naja, auch nicht weiter schlimm. Es sei denn ich hätte eine Nussallergie. Dann wäre ich vermutlich tot umgefallen und der unsympathische Kellner hätte sich über den „Dreck“ in seinem Lokal beschwert. Weiter essen. Nüsse sind ok. Doch…hm…öh…was…ist das? Hm…schmeckt irgendwie…hm…nach… Hackfleisch. Hackfleisch??!! Da ist Hackfleisch in meinem Huhn! Argh! Früchte ok, Nüsse auch in Ordnung, aber Hackfleisch!?? Das ist ja fast so schlimm wie ein Schnitzel mit Leberwurstfüllung. Kurz den Brechreiz unterdrücken bis die Tränen in den Augen stehen, dann zahlen und hungrig nach Hause fahren.

Auf dem Heimweg in der Ferne etwas am Straßenrand sehen. Eine Katze? Hm. Sitzt seltsam da, die Katze. So...menschlich. Die hat aber auch verdammt dunkle Augen, die Katze. So Knopfäuglein. Moment, das ist ein Affe. Auf Ibiza gibt es viele Affen, die sind meistens aber rot, blau und sprechen Deutsch. Seltsam. Oder ist mir das Hühnchen-Hackfleisch ins Gehirn gewandert?

Ein paar Tage später auf dem Flughafen in Ibiza sitze ich bei 40 Grad im Flugzeug und muss 45 Minuten warten, weil zu viel Luftverkehr über Madrid ist. Klar. Irgendwann fliegen wir dann doch los nach Madrid und ich habe noch 5 Minuten bis die Lufthansa weiter nach München fliegt. (Das schaffe ich sicher…) Natürlich muss ich erst den Flughafen verlassen und neu einchecken, weil ich in Ibiza keine Bordkarten bekommen habe. Von Schalter 570 bis 320 rennen und patschnaß geschwitzt feststellen, dass die Lufthansa zum Glück Verspätung hat. In der Lufthansa-Maschine fühle ich mich sicher und habe durch den ganzen Stress meine Flugangst für einen Moment verloren. Ich schaue aus dem Fenster und sehe eine Tunisair-Maschine. „Interessantes Flugzeug“ denke ich bei mir. Noch interessanter fand ich allerdings die Feuerwehrwagen-Kolonne, die hinter dem Flugzeug her fuhr. Bei genauerem Betrachten des Fliegers sehe ich, dass das Fahrwerk brennt und überall Fetzen hängen. Vermutlich war ein Reifen geplatzt. Jetzt wieder starr vor Angst „genoss“ ich den Flug nach München.
Ich war in München angekommen. Mein Gepäck allerdings, das hatte mal wieder andere Reisepläne. Logisch...

Ich denke, ich werde Reiseveranstalter. Hab auch schon einen Namen: „Planlos Reisen – hier können Sie was erleben.“ Mit der Garantie, dass acht von zehn Dingen während des Urlaubs schiefgehen und dem kostenlosen Abo, dass das Gepäck garantiert nicht ankommt wo es soll. Wenn also jemand mal irgendwem eins auswischen will, einfach fragen, ob ich mit demjenigen in Urlaub fliege. Dann geht sicher einiges schief.

 




 

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