Afk Mittwoch, September 27, 2006 - komponierte Piano um 5:12 PM
Schaue aus dem Fenster und sehe Regen und graue Wolken. Normalerweise freue ich mich auf den Herbst und auf den Winter. Aber momentan geht dieses Wetter gar nicht. Daher verziehe ich mich zum letzten Sonnentanken ein paar Tage.
Neulich bei einem Bewerbungsgespräch hat mich der Typ doch tatsächlich auf meine Mathe-Note im Abitur angesprochen. Wie albern. Als würde das irgendeine Bedeutung haben, wenn ich mich um einen Job bemühe, der rein gar nichts mit Mathe zu tun hat. Ober albern. Ich hatte einen Punkt im Abitur. Das entspricht einer 5-. In Mathe hatte ich immer eine 5. Das Einzige was ich ihm entgegenbrachte war :“Besser eine 5 in Mathe, als gar keine persönliche Note.“ Ob er gemerkt hat, dass ich ihn scheisse finde?
Verflogen Montag, September 25, 2006 - komponierte Piano um 11:15 AM
Damals, hinter dem Verlagsgebäude von IDG, ging ich von der U-Bahnstation zu meinem Auto, als ich plötzlich einen merkwürdigen Luftzug an meinem linken Ohr spürte. Zuerst dachte ich es wäre der Wind. Dann hörte ich hinter mir ein „klock, klock, klock…“. Ich drehte mich um und sah etwas kleines weißes davon rollen. Dann war mir klar, dass es nicht der Wind gewesen sein konnte. Es sei denn er hätte gelernt Golf zu spielen. Ich schaute mich um und da stand er. Mit einer Golfmütze, Handschuhen, Poloshirt und schicker Hose. Perfektes Golf-Outfit. Er stand auf einer der schmalen Grünflächen und übte seinen Schlag. Ich ging auf ihn zu und wollte ihm gerade die Standpauke seines Lebens halten, als er lächelte und sagte „Tschuldigung. War keine Absicht.“ Diese Situation fand ich so absurd, dass mir nichts einfiel, außer „Passt schon.“ Hätte nur noch gefehlt, dass gleich ein paar Polo-Reiter vorbei galoppieren und mir jemand einen Tennisschläger in die Hand drückt.
Ich weiss bis heute nicht wer der Herr war, aber ich habe das Gefühl, es war gut, dass ich auf die Standpauke verzichtet habe. Vielleicht hätte er mich sonst in eine andere Dimension gesaugt.
Verspielt Freitag, September 22, 2006 - komponierte Piano um 10:39 AM
Der Begriff „verspielt“ ist in meinem Wortschatz ein sehr breit gefächerter. Allerdings auch einer, der sehr oft in meinem Wortschatz vorkommt. So als Pia-nistin kommt es nämlich hin und wieder vor, dass ich mich verspiele. Besonders dann, wenn während eines Solokonzertes eine kleine schwarze Fliege meine, sie müsse sich auf die Tasten setzen und ich dadurch mehr damit beschäftigt bin sie nicht zu zermatschen, als gut zu spielen. Vor allem finde ich die etwas seltsam drein kuckenden Gesichter der Zuhörer sehr amüsant bei so einer Aktion. Was haben die nur gegen Freejazz?
Aber abgesehen vom Klavierspielen bin ich auch so völlig verspielt. So Computerspiel mäßig. Daher haben Mick und ich einen Gemeinschaftsblog aufgemacht, wie die meisten ja schon gesehen haben.Dort testen wir Spiele und sagen ganz einfach unsere Meinung dazu. Was uns gefällt, was nicht und geben unsere Wertung dazu ab. Natürlich können wir nur die Spiele testen die schon erhältlich sind, da wir wie jeder normale Mensch in den Laden gehen und sie kaufen müssen. Wir haben uns für das 100 Prozent-System entschieden, weil es geläufig und unserer Meinung nach das sinnvollste ist. Wer mit der Prozenteinheit nicht zufrieden ist, kann sich ja auch Sternchen denken ;-)
Demnächst erzählt Mick übrigens über seine Erfahrungen mit Dinosauriern in Paraworld. Ob er sich mit den prähistorischen Tierchen anfreunden konnte erfahrt ihr dann hier.
Ich streife mit meinem Mönchlein durch die Landschaft. Mir kann nichts passieren, so als Protter und Healer. Sie können mich schlagen, treten und verhexen. Es ist mir egal. Das einzige was mir morgen passieren kann, dass ich in Ohnmacht falle. Vor Begeisterung, vor Verzückung. Neue Landschaften, neue Klassen, neue Fertigkeiten. Ich habe eigentlich gar nicht so lange darauf gewartet. Fing ich doch erst im März mit Prophecies an. Im April mit Factions. Von Mai bis jetzt sind es nur einige Monate und dennoch kam es mir wie eine Ewigkeit vor. Ich hätte nie gedacht, dass mich nach Planscape Torment ein Spiel jemals wieder so fesseln und faszinieren würde.
Morgen. Ab morgen darf ich sie für einige Tage betreten. Meine Zauberwelt. Zu doof, dass ich genau an diesem Wochenende LAN-Party mache. Vielleicht merken sie es nicht, wenn ich gar nicht mit ihnen spiele. Vermutlich aber doch. An meinen glänzenden Äugelein und der Sabber, die mir aus dem Mund laufen wird werde sie es merken...
Der Schlepplift. Meine Güte, was habe ich ihn gehasst. Und auch heute fahre ich ihn äußerst ungern. Die Fahrrillen, die die wildesten Kurven zeichnen und man nicht aus kann, weil man sonst „rausfällt“. Man muss sich während dieser Fahrt komplett fügen. Ganz und gar. Und wenn er dann auch noch stehen blieb, der Schlepper. Furchtbar wie man sich versuchte krampfhaft auf den Beinen zu halten und der Bügel dabei einen tiefen Abdruck in den Po drückte.
Aber das schlimmste war und ist, dass man nicht einfach verduften kann. Das sollte man nämlich dringend tun, wenn man während einer Fahrt mit dem Schlepper einen seiner Skistöcke verliert. Für einen kurzen Augenblick dreht man sich noch verzweifelt um. Im nächsten Augenblick tut man so als bekomme man von dem Geschreie hinter einem nichts mit. Dabei weiß man ganz genau, dass die Leute hinter einem über den Skistock gefahren und rausgefallen sind. Als wäre das nicht schon peinlich genug, rutschen die beiden rausgefallenen Typen auf der besagten Spurrille die ganze Strecke nach unten und reißen dabei alle anderen Schleppliftfahrer mit um. Damit nicht auffällt, dass man ja irgendwie der Auslöser für das Desaster war, schmeißt man den zweiten Skistock möglichst weit ins Gebüsch.
Falls die Schleppliftfahrer-Dominokette noch nicht vorher unten angekommen ist und der Liftbetreiber dadurch den Schlepper stoppt, sollte man oben angekommen, ganz selbstverständlich und unauffällig ohne Stöcke die Piste hinab wedeln.
Schaue gerade Lost und muss mich ebenso wie die absurde Korrespondentin aus Chaotien wundern. Allerdings nicht über die rasierten Beine und das perfekte Make-Up, sondern viel mehr darüber, warum dieser fette Kerl nach Monaten auf der Insel nicht langsam mal schlanker wird. Und was macht die hässliche Frau aus Resident Evil da schon wieder? Pah! Das ist alles so was von an den Haaren herbeigezogen. Ich geh jetzt und schau was realistisches. Mal sehen…wo hab ich denn meine Akte-X-Sammlung…?
Was will mir der Beamer meines Heimkinos sagen, wenn sich die linke untere Ecke des an die Wand gebeamten Bildes langsam rot verfärbt und die Lampenlaufzeit 767 Stunden beträgt?
Während sich tausende von Möchtegern-Bayern in engen Bierzelten das “O-Saft is´” geben und Fruchtsaft oder ähnliches schlürfen, war ich heute fleißig bergsteigen. Auf 1650 Metern kletterte ich bis an´s Gipfelkreuz. War nicht einfach und etwas unheimlich. Ich war nämlich nicht gesichert und fand es seltsam mich an eine Felswand zu pressen und zu wissen, wenn ich einen falschen Schritt mache und abrutsche werde ich 100 Meter in die Tiefe stürzen. Naja, das wäre dann einfach mein Pech gewesen. Aber dieser Nervenkitzel war zu herrlich. Und allein wegen des Ausblickes hat es sich gelohnt.
Auf meiner Reise in Amerika habe ich festgestellt, dass es nicht immer einfach ist, den Menschen dort zu erklären, woher man eigentlich kommt. Germany, klar. Munich ist auch noch ok. Aber bei einigen Städtenamen schauen die Amis einen nur mit großen Augen an und verstehen nur Bahnhof. Daher finde ich die Übersetzung gewisser Städtenamen sehr sinnvoll.
Eigentlich eine gute Idee. Man fährt „rein“, demoliert sein Auto und bekommt einen Burger. Der ist dafür umsonst. Ich würde das sofort machen. So wird zumindest die Autoindustrie in Deutschland angekurbelt.
Bei Sätzen wie: „So etwas wie Objektivität gibt es nicht. Jeder bekommt nur die Spiele zum testen, die er vermutlich eh mag, damit es keine schlechten Wertungen gibt.“ kommt mir das blanke Kotzen.
PS: Ich spreche hier auf gar keinen Fall von der GameStar.
Ich fahre die Hauptstraße entlang. Irgendwann sehe ich rechts ein Altenheim. Eine kleine Gruppe alter Menschen steht davor. Einige lächeln. Andere starren vor sich hin. Wieder andere versuchen sich angestrengt mit Hilfe ihres Stockes auf den Beinen zu halten.
Einer der alten Menschen steht direkt am Straßenrand. Es ist ein alter Mann mit langen weißen zerzausten Haaren. Er trägt einen alten Bademantel und Pantoffeln. Er streckt seinen zittrigen Arm aus. Offensichtlich will er per Anhalter mitgenommen werden. Als ich näher komme sehe ich, dass er ein großes Schild um den Hals hängen hat. „Bitte NICHT mitnehmen!“ steht darauf.
Für einen kurzen Augenblick muss ich lachen über den alten Mann mit den langen weißen zerzausten Haaren, dem Bademantel, den Pantoffeln und dem Schild um den Hals.
Da gibt es jetzt scheinbar so eine neue Super-Waffe. Den „Über-Mast“. Sehr praktisch. Aufbauen - dranhängen - abknallen. Besonders „schön“, wenn das eigene Team keine Ahnung davon hat, hektisch die Map auf und ab rennt, anfängt zu fluchen und zu suchen woher die Schüsse kommen und dann das erste Mal seit langer Zeit wieder verliert. Grmpf. Fair wäre es gewesen, wenn wir wenigstens eine Kettensäge bekommen hätten.
Das waren noch Zeiten, als man sich das Eis selber basteln konnte. Wie mein geliebtes Ed von Schleck. Mit dem Stecken, den man von unten reinstecken mußte um das Eis mit einem *Plub* nach oben zu verfrachten, um es dann genüßlich auszuzutzeln. Etwas pervers war das ja schon….aber lecker. Pervers und lecker.
Oder Calippo Fizz, dank dessen ich im zarten Alter von neun Jahren meine erste Entzugstherapie gemacht habe. Jeden Tag ging ich zum Kiosk und kaufte alle Calippo Fizz die es gab. Morgens, Mittags und Abends gab´s dann jeweils eins. Hach…das war aber auch zu lecker… Wie die Brause immer auf der Zunge gebrubbelt hat. Wo sind die Zeiten hin? Jetzt gibt es nur noch diese „In-Eis“ wie Magnum, bei denen man das Gefühl hat, man müsse sie essen um cool zu sein. Aber wirklich lecker so wie Ed sind sie nicht… Hach Ed….
Sprachlos Mittwoch, September 06, 2006 - komponierte Piano um 12:03 AM
Er macht mich sprachlos. Ich liebe ihn. Ich liebe es. Dieses Lied. Tausend Mal habe ich es gehört. Immer und immer wieder. Und ich kann nicht genug bekommen. So eine zerbrechliche Seele. So traurig dieses Lied. Und so unendlich schön. Es macht mich sprachlos.
Heute habe ich beim FC Bayern München zwei Jungs beim Trainieren zugeschaut. Eigentlich keine sehr spannende Sache. Waren irgendwelche aus der XY Jugend. Ungefähr so zwischen 18 und 21 Jahre alt. Da meint einer der Jungs doch tatsächlich plötzlich zu mir: „Entschuldigen Sie bitte, könnten Sie mir sagen wie spät es ist?“ Wahhhhh!!!! SIE?!?!?!? Argghh! Sehe ich wirklich schon so alt aus? Das kann doch nicht wahr sein. Der war quasi in meinem Alter. Allerdings hab ich mich heute selber in meinem Alter vertan, als mich jemand fragte wie alt ich sei, sagte ich 27. Stimmt nicht. 26. Ich bin seit neun Tagen 26. Hach, ich glaube ich werde alt…
Die kleine Grille stand auf ihrem Blatt und grillte. Heute machte sie Steak und Bockwürstchen. Da kam ein Schmetterling des Weges geflogen, setzte sich auf eine Blume und beobachtete die Grille beim Grillen.
„Was tust du da?“ fragte der Schmetterling.
„Ich grille“ sagte die Grille.
„Walum? Du isst doch gal keine Steaks und Wülstchen“
„Das stimmt. Aber ich bin eine Grille. Deshalb muss ich grillen“ erwiderte die Grille.
„Ach“ sagte der Schmetterling und staunte.
„Ich bin übrigens Franz“ stellte sich die Grille vor.
„Ling“ sagte der Schmetterling.
„Schöner Name. Klingt so asiatisch. Honkong?“
„Bangkok. Meine Elteln sind von da“
„Ach.“
Die beiden schwiegen und Franz wendete die Würstchen.
„Du bist also ein Schmetterling. Und warum schmetterst du dann nicht?“ fragte die Grille.
„Walum soll ich denn schmetteln?“
„Na, weil du ein Schmetterling bist. Jeder muss im Leben das machen, wozu er bestimmt ist.“
„Ach. Und was macht dann zum Beispiel…eine...eine… Laupe?“
„Eine Raupe? Na…die…hm…die raubt…. Ja, die raubt andere Insekten aus. Ganz hinterhältiges Pack das. Aber es ist eben eine Raupe. Die muss das tun. Also geh schon und besorgt dir ein Tennisoutfit, damit du Bälle schmettern kannst.“
„Meinst du? Na gut…“
Der Schmetterling flog davon und kam wenig später wieder. Er hatte weiße Turnschuhe an, eine kurze weiße Hose, ein Polo-Shirt und Schläger und Bälle dabei.
„Sehr gut“ sagte die Grille. „Dann mal los!“
So fing der Schmetterling an zu schmettern. Ein Ball nach dem anderen, während die Grille die nächsten Steaks auf den Grill schmiss.
„Du hast im Übrigen eine schöne Farbe. So Hellgelb. Gefällt mir. Asiatisch eben“ sagte die Grille nach einiger Zeit.
„Ne, ich bin ein Zitlonenfalter.“
„Was? Ein Zitronenfalter? Ja und warum schmetterst du dann Tennisbälle? Warum hast du das nicht gleich gesagt?“
„Abel, abel ich…“
„Du nimmst jetzt Zitronen anstatt Bälle und schmetterst die. Und wenn du die weg geschmettert hast, dann gehst du und faltest die Zitronen. Das ist deine Aufgabe“
„Das sind abel zwei Aufgaben“
„Das ist eben so bei manchen Wesen. Die haben zwei Aufgaben. Aber ihr Leben macht dafür umso mehr Sinn.“
So grillte Franz die Grille munter weiter, während Ling der Schmetter schmetterte und Zitronen faltete. Zwei Wochen später starb Ling an Altersschwäche und Franz musste alleine weiter grillen. Er war aber nicht traurig deswegen weil er wusste, dass er Ling´s Leben einen Sinn gegeben hatte. Jeder hat eine Aufgabe. Oder zwei. Da bin ich mir ganz sicher…
Keinen Job, kein Pferdchen zum Ausreiten weil Hase krank. Alles doof dachte ich. Aber dann kam sie. Sie stand heute plötzlich vor meiner Tür und lächelte mich an. „Nimm mich!“ schien sie zu schreien, voller Verlangen. Eigentlich bin ich nicht der Typ der auf solch unmoralische Angebote eingeht, aber ich konnte nicht anders. Ich schloß sie in die Arme und drückte sie ganz fest - ja küßte sie sogar! Ich will nie wieder ohne sie leben. Die nächsten 5388 Minuten, also 89,8 Stunden, also 3,74 Tage werde ich mit ihr, Cola und Chips auf der Couch verbringen. Wenn mich also jemand vermissen sollte: sie ist schuld.
On Lion? Freitag, September 01, 2006 - komponierte Piano um 12:06 AM
Ich soll also Gebühren dafür bezahlen, dass ich ein Internet-fähiges Gerät besitze, auch wenn ich gar keinen Internetanschluss habe? Tja, dann beantrage ich mal ganz schnell Kindergeld. Ich hab zwar noch keine Kinder, aber das Gerät dazu ist vorhanden.