Archive for August, 2006

Mittwoch, August 30th, 2006

Und weil wir gerade beim Bestatten sind…

Der Verstorbene hatte zu Lebzeiten die Anzeige ursprünglich bei der NZZ hinterlassen , damit sie nach seinem Tod publiziert wird. Doch die Züricher Zeitung weigerte sich den Text in dieser Form zu veröffentlichen. Die nächste Anfrage an Tamedia verlief dann erfolgreich.

Dieser makabere, aber auf eine gewisse Weise geniale Humor erinnert mich an unseren ehemaligen Nachbarn, einen alten Mann, der leider auch vor einigen Jahren verstorben ist. Der kam mir eines Tages blutüberströmt in Pantoffeln auf dem Gehweg entgegen. Ich:“Herr M. ! Sie bluten ja am Kopf! Sie haben da eine riesen Platzwunde. Das muss sofort genäht werden, ich bringe Sie ins Krankenhaus“. Er lächelnd: „Nein, nein. Nicht nötig. Das nähe ich selber. Meine Frau hat Zwirn und Nadel zu Hause.“

Das meinte er tatsächlich ernst und ich hatte große Mühe ihn zu überreden ins Krankenhaus zu fahren. Einige Jahre später ist er dann gestorben. Woran? Das möchte ich gar nicht wissen. Aber so eine Anzeige wie oben abgebildet hätte auch von ihm sein können…

Dienstag, August 29th, 2006

Bestatten, mein Name ist Mark Eting


Um ein Haar wäre ich d(a)rauf(hin) rein gefallen.

Sonntag, August 27th, 2006

GC over there!

Was ein Wochenende! Ich habe selten so viele Menschen gesehen. Vor allem seltsame Menschen. Nicht, dass sie nicht nett gewesen wären, aber ein bissi seltsam waren sie schon. Damit meine ich selbstverständlich nicht die Leser der GameStar sondern viel mehr die richtigen Nerds, die vermutlich nur einmal im Jahr, nämlich zur GC, Tageslicht sehen. Mit blasser Haut, langen fettigen Haaren und unendlich nach Schweiß stinkend.

Wie es ansonsten war? Prima, ich hätte nur gerne ein paar Spiele gesehen, aber dazu war zu wenig Zeit und zu viele Menschen unterwegs. Ist aber nicht weiter schlimm, da ich einen riesen Spaß am Stand der GS (ich nenne ihn heimlich Streichelzoo) hatte. Der Herr Lott wollte ein Foto von mir machen, mit so einem Apparat… Ich glaube es sollte ein Fotoapparat sein, der zum Beispiel Autogrammkarten ausdrucken kann. Der war von 1900 irgendwann und hat zum Glück nicht mehr funktioniert. Machte aber auch nix weil…


…die Fans sich mit Postern…


….Heften…


…und Rucksäcken zum unterschreiben gerüstet hatten.


Oder sie wollten ganz einfach nur ein Foto mit mir schießen.

Die Fragestunde war besonders spaßig. Ich war überrascht wie schüchtern die Leser der GS sind. Besonders süß fand ich die drei Jungs, die mich irgendwo erspäht hatten und stehen blieben. Sie drehten sich nach mir um, tuschelten, drehten sich wieder nach mir um, tuschelten wieder. Zögerlich kamen sie auf mich zu und fragten schüchtern nach einem Autogramm. Ich muss sagen, so für einen Abend habe ich den Rummel sehr genossen. Immer möchte ich das nicht. Das bedeutet, dass ich meine Hollywood-Karriere ab sofort an den Nagel hängen werde und meine Rolle als Bondgirl gerne abtrete. Irgendwer Interesse?

PS: Ich frage mich langsam, wie Fabian es schafft, auf jedem Foto so auszusehen, als wäre er gerade mit Kais Power tool bearbeitet worden…

Freitag, August 25th, 2006

Heut´ mal ohne Gummi, Bärchen


Macht Spaß sie anzuschauen. Auf die Geschmacksrichtungen möchte ich allerdings hier nicht weiter eingehen.

Donnerstag, August 24th, 2006

Laß dich sitten, Baby

Vor einiger Zeit habe ich eine meiner damaligen Babysitterinnen getroffen. Helene. Helene fand ich immer cool. Sie war super nett, super witzig und sieht immer noch umwerfend gut aus. Ich kenne sie schon seit ich auf der Welt bin, da unsere Eltern gut befreundet sind. Im Laufe meiner Kindheit hatte ich viele Babysitter. Ich dachte immer der stetige Wechsel läge daran, daß die Babysitter nebenbei ja auch noch ein richtiges Leben führen und irgendwann einfach keine Zeit mehr haben. Sie gehen studieren oder haben plötzlich einen Freund oder einfach was besseres zu tun als auf uns Kinder aufzupassen.

Als Helene und ich so da saßen und über die Dinge des Lebens quatschten meinte sie irgendwann zu mir: „Pia, du warst das schlimmste Babysitter-Kind was ich jemals hatte. Ne, das war einfach zu übel. So ein Satansbraten wie du…du hast mir den letzten Nerv geraubt, das war der Horror. Ich habe danach nie wieder babygesittet.“
Seltsam. Mir kam unsere Babysitter-Kind-Beziehung immer so harmonisch vor. So unkompliziert. Und ich dachte das Rot-im-Gesicht-werden und Brüllen gehöre zum Spiel. Ich war so neun oder zehn Jahre alt als Helene auf mich aufpaßte. Also eigentlich kein Baby mehr.

In jenem Moment, als Helene mir das sagte, war ich geschockt – ja vielleicht sogar ein bißchen betroffen. Hatte ich durch mein wohl doch nicht so tadelhaftes Verhalten anderen Kindern einen klasse Babysitter vorenthalten. Mittlerweile lebt Helene in der Schweiz. Vielleicht hat sie wegen mir das Land verlassen. Aber was ich so gehört habe, hat sie einen netten Mann und zwei wunderschöne Kinder. So schlimm kann ich also doch nicht gewesen sein…

…oder…?

Mittwoch, August 23rd, 2006

Das war USA

Hab ein bißchen über meine Reise nachgedacht und bin zu folgendem Ergebnis gekommen:

Bin um mehrere tausend Euro ärmer.

War danach um 0,5 Kilogramm schwerer (sind schon wieder weg)

Bin um sehr viel Erfahrung reicher. Zum Beispiel, daß auch wenig Essen fett machen kann und daß Bienenstiche in den USA doppelt so schmerzhaft sind.

Habe auf meiner Festplatte rund 1300 Fotos mehr.

Besitze drei Stunden Videomaterial, das darauf wartet zu einem Film geschnitten zu werden.

An der Planung einer solchen Reise kann tatsächlich eine Freundschaft zerbrechen.

Business-Class Flüge lohnen sich bei langen Strecken, sind aber nur mit Meilen zu bezahlen.

UniTED Airlines ist Grütze.

Von langen Fahrten auf kurvigen Strecken wird mir übel.

Ich habe keine Höhenangst wenn ich mich in 280 Metern Höhe mit dem Big Shot weiter 48 Meter hochkatapultieren lasse.

Die Kalifornier sind netter als die New Yorker.

Der Europapark in Rust ist besser als die Universal Studios. (Ich muß da unbedingt
wieder hin, allein schon wegen dem Silver Star)

San Francisco ist genial.

Pierce Brosnan fährt einen Maserati und ist ein Angeber.

Spielen am PC macht deutlich mehr Spaß als am Automaten und ist auf Dauer
günstiger.

Es war insgesamt sehr schön.

Bin froh wieder hier zu sein.

Dienstag, August 22nd, 2006

Fragestunde

Mal so nebenbei: welcher meiner treuen Leser kommt eigentlich zur Games Convention?

Sonntag, August 20th, 2006

Tot al dan eben

Irgendwie kommt mir gerade alles so komisch vor. Vielleicht bin ich in Wirklichkeit schon tot und merke es nur gerade nicht.

Samstag, August 19th, 2006

Der Jet der laggte

Fliegen macht Spaß. Besonders in Amerika. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Daß es dort durchaus auch möglich ist, Reisende in den Wahnsinn zu treiben, stellte ich an folgender Situation fest:

Wir verließen Donnerstag um 11 Uhr unser Hotel in Las Vegas und hingen noch ein wenig in den Casinos der Stadt rum. Dabei gewannen und verloren wir Geld, waren aber nicht weiter redenswerte Beträge. Nebenbei schauten wir uns Pferderennen an und versuchten die Zeit bis zur Fahrt zum Flughafen totzuschlagen. Um drei Uhr dann endlich stiegen wir in unser Taxi und wurden zum Flughafen kutschiert. Die Sicherheitskontrollen nervten. Ewiges Anstehen, Schuhe ausziehen, Schuhe wieder anziehen, Handgepäck ausräumen, Handgepäck wieder einräumen. Wir zogen unsere Tickets an einem der super-tollen Automaten. Blöd nur, daß unsere Reisebegleiter zwar ihre Tickets von Las Vegas nach Sisco bekamen, aber die Tickets von Sisco nach München nicht. Der Typ am Schalter lächelte herablassend und meinte, daß wir uns darum wohl in Sisco kümmern müssen.

Wir warteten noch über eine Stunde, bis unser Jet zum einsteigen bereit war. Dann quetschten wir uns in die bis zum Rand volle Maschine und wurden nach 10 Minuten vom Gate zurückgeschoben. Da standen wir. Und standen. Und standen immer noch. Ich schaute aus dem Fenster und fragte mich, warum der Pilot nicht den Klappencheck – bedeutet alle Klappten zu bewegen und die Landeklappen auszufahren – machte. Nach einer Ewigkeit dröhnte die Stimme des Piloten aus den Lautsprechern: „Hallo, wir haben ein Problem mit einem der Hydrauliksysteme und checken das gerade mal. Ist sicher nix großes.“ Nach weiteren 10 Minuten in dem überhitzen Flugzeug dröhnte wieder die Stimme des Piloten aus den Lausprechern: „Ne, also ich kann das so nicht beheben, wir müssen zurück zum Gate und die Techniker müssen sich das anschauen. Das wird c.a. 60 bis 90 Minuten dauern.“ Also wieder zurück an den Finger. Ich wollte gerade große Brocken in die Tüte brechen, als der Chef-Steward meinte: „Die Gäste an Bord mit Weiterflug nach München sollen das Flugzeug bitte verlassen. Sie haben höchste Priorität und bekommen den anderen Flieger nach San Francisco.“ Wir also raus aus dem Flieger, zu einem Mann an dem Gate. Der schicke uns zu einer Frau an einem anderen Gate. Die schickte uns nach einigen Minuten des Wartens zu wieder einer anderen Frau an einem anderen Gate. Dabei mußte natürlich alles sehr schnell gehen. Also rannten wir von Gate zu Gate um die nächste Maschine zu bekommen. Als wir endlich bei dem Gate des anderen Fliegers angekommen waren, sagte die Trulla am Tresen: „München? Ihre Maschine funktioniert doch wieder, also zurück mit Ihnen, aber schnell die warten.“

Wir also im Affen-Tempo den ganzen Flughafen hindurch wieder in unsere erste Maschine. Pilot:“So, alles ok, dann können wir jetzt los.“ Ich wunderte mich, daß aus dem 60-90 Minuten Problem, ein 20 Minuten-Problem geworden war, aber egal. Wir wurden wieder vom Gate zurückgeschoben. Da standen wir. Und standen. Und standen immer noch. Hatte ein Déjà vu. Ich schaute wieder auf den Flügel und stellte fest, daß die Klappen wieder nicht ausgefahren waren. Sie zucken einmal auf, mehr aber auch nicht. Nach weiteren 10 Minuten meldete sich mal wieder unser Freund der Pilot:“Hm. Es geht leider doch nicht. Ich kontaktiere mal die Zentrale in Chicago, was unsere Ingenieure dazu meinen.“ Warten. 10 Minuten später er wieder: „Also die haben gesagt, ich soll mal das zweite Triebwerk anlassen und es dann probieren.“ Ach…wie jetzt? Man muß mit zwei Triebwerken starten? Ich glaube ich werde doch Ingenieurin und verdiene dann ein haiden Geld damit, den Piloten zu sagen, daß man beide Triebwerke für den Start benötigt. Omg. 10 Minuten später: „Ne, es geht immer noch nicht. Wir müssen zurück ans Gate.“ Was hat er denn diesmal vergessen? Die Bremse zu lösen? Wir alle wieder raus. Diesmal auch die anderen Passagiere. Wieder zum Gate mit der anderen Maschine. Dort war bereits das Chaos ausgebrochen, weil alle von unserem Flugzeug mit dieser Maschine mit wollten. Wir hatten Glück und bekamen einen Platz. Allerdings kam auch dieses Flugzeug mit einer Stunde Verspätung erst los, aber es kam wenigstens los. Mit fast drei Stunden Verspätung kamen wir in San Francisco an und erwischten nach weiterem Gehetze wegen der Tickets gerade noch unseren Flug nach München.

An Bord der United Airlines gab es übrigens ganz leckeres Gebäck. Lieber hätte ich allerdings unser Gepäck statt Gebäck. Denn das ist in dem ganzen Chaos in Las Vegas nämlich spurlos verschwunden.

Donnerstag, August 17th, 2006

ischrott

Das kann ja wohl mal nicht sein, oder? Ich habe meinen recht neuen Videoipod von der lästigen Plastikfolie befreit, weil die sich langsam gelöst hat und Bläschen auf dem Display waren. Ich löse also die Folie vorsichtig und stecke ihn vorsichtig in die dazu gekaufte Hülle. Die ist innen schön ausgepolstert, damit keine Kratzer auf dem Display entstehen. Etwas später ziehe ich den ipod wieder aus der Hülle und was muss ich sehen? Kratzer! Alles voller Kratzer! Das kann doch nicht wahr sein! Wo kommen bitte diese Kratzer her und aus welchem Material ist der ipod eigentlich? Butter? Bin ich sauer.