Der Schneemann stand im Schnee und fror. Brrrr, es war aber auch ein kalter Winter. Da stand er so. Allein und ein wenig traurig darüber. Die Schneemannfrau, nicht dass sie ein Zwitter gewesen wäre, sondern viel mehr der Sprache wegen, war schon längst in einer lauen Periode geschmolzen. War ja auch nicht so groß wie er. So stand er da. Der Schneemann. Mit seiner Karottennase und den Pflaumenäuglein. Da kam eines Tages ein Kaninchen vorbei gehoppelt und blieb vor dem Schneemann stehen.
„Hey du.“ sagte das Kaninchen.
„Ja?“
„Gib mir deine Nase“
„Meine was?“
„Na deine Nase.“
„Aber…die brauch ich doch, meine Nase“
„Ist mir egal. Ich hab Hunger, also her damit.“
„Nein“
„OK, dann werde ich dich aus dem Weg schaffen“
„Hahahah, wie willst du das denn machen? Du bist ein Kaninchen!“
„Jetzt gibt mir deine Nase, sofort!“
„Nein, das werde ich auf gar keinen Fall tun!“
„Ok, dann muss ich es tun…“
Der Schneemann lächelte herablassend.
Da zückte das Kaninchen einen batteriebetriebenen Fön, fönte den Schneemann zu Tode und aß die Karotte.
Und die Moral von der Geschicht´? – Hab niemals eine Karotte im Gesicht.
Und was lernen wir daraus? – Schneemann sein ist scheiße.
PS: Und Kaninchen ab und zu böse.

