Meinen Second-Hand-Hund Luke Skywalker hab ich eigentlich recht lieb. Auch wenn es am Anfang nicht ganz leicht war mit ihm. Ein wenig bissig und so. Was man aber bei der traurigen Vergangenheit durchaus verstehen kann. Mittlerweile ist er ein liebes Kerlchen geworden, auch wenn er leicht verrückt ist. Der einzige Streitpunkt den wir beide immer wieder haben ist das Essen. Der hat seine Seele nämlich längst daran verkauft, was die Erziehung erheblich erleichtert, aber ich an manchen Tagen am liebsten meine Hände um seinen schlanken Hals legen und zudrücken würde. Wie letztes Jahr, als er den Geburtstagskuchen meines Freundes, den ich in stundenlanger liebevoller Arbeit gebacken und dekoriert hatte, innerhalb von 30 Sekunden verputzt hatte und mich dann auch noch mit diesem „Also so gut war er auch nicht – Blick“ angeschaut hat. Ja…das sind so Momente in denen ich fast zur Mörderin werden könnte. Ich meine die Schoko-Eier die er an Ostern verschlungen hat, das riesen Stück Butter, den Käsekuchen, den er bei fremden Leuten aus dem Auto geklaut hat, das war ja nicht so wild. Aber der Geburtstagskuchen….das hat schon in der Seele wehgetan. Also hab ich mir gedacht, dass er mich ja vielleicht gar nicht versteht wenn ich „Nein, Aus und Pfui!“ auf ihn einschreie. Da Hunde im Allgemeinen und Luke im Speziellen mich immer extrem anknurrt, wenn er an seinem Büffelknochen lutscht, habe ich neulich, als ich etwas zu Essen hatte und Luke wedelnd angeschwänzelt kam, einfach mal zurückgeknurrt. Aber anstatt Angst zu bekommen, ich könnte ja gleich beißen, wurde das Wedeln nur noch stärker und seine Äuglein fingen an zu glänzen. Hm. Vielleicht war es die falsche Tonlage und ich habe „Hier, du bekommst gleich ein riesen Leckerlie“ geknurrt. Ach, das nächste Mal gibt es einfach eine Backmischung. Dann tut´s nicht ganz so weh.
Archive for Mai, 2006
Hundeliebe
Die Welt ist wieder gerettet!
Da streife ich mit meinem bayerischen Mönch-Madl Zenzi von der Alm durch das verseuchte Cantha und es könnte nicht schöner sein. Die Vögel zwitschern, die Bienen brummen, die Schmetterlinge…äh, schmettern. Ich stehe im Hintergrund. Heile ein wenig hier und ein wenig da. Ein bisschen Empathie dort und einen kleinen Rückschlag da. Es hätte so herrlich sein können, wenn nicht Meister Togo plötzlich einen an der Klatsche gehabt hätte. Dieser welcher fing nämlich plötzlich an Englisch zu reden und dann auch noch so Sätze wie: „DELETE ME, you already pay better attention to your studies. To summon Zunra simply ring the bell.“ Ah…ja…klar…und wenn wir schon dabei sind das Glöckchen zu läuten, dann rufen wir auch gleich die Männer mit den weißen Turnschuhen. Meister Togo hat einfach zu viel um die Ohren. Nichts desto trotz muss ich sagen, dass so ein Leben als Mönch was Wunderbares ist. Ob das knifflige Aborstein, oder Boreas Meeresgrund – alles total easy. Da gibt es mal eben Krake á la Benediktin. Dazu muss ich sagen, dass ich eine ausgezeichnete Lehrerin habe und in der Gruppe nicht der einzige Mönch bin. Der Herr Lamer ist ebenfalls ein ganz ausgezeichneter Mönch und ein witziger dazu. Hach, vielleicht gehe ich tatsächlich ins Kloster. Auf die Fraueninsel zum Beispiel. Vielleicht ist es ja da auch so schön wie in Cantha…jetzt, wo die Welt wieder gerettet ist.
Schwarzer Himmel – gelbes Land
Irgendwo auf meiner Radtour von Hamburg nach Regensburg kam ich an obigem Feld vorbei. Ich blieb stehen und staunte. Um mich herum war weit und breit Nichts. Keine Menschen, keine Autos. Einfach nur dieses riesige gelbe Kornfeld und der schwarze Himmel dazu, was wie ich find, eine tolle Farbkombination ist. Da stand ich nun. Allein mit meinem Fahrrad irgendwo in der Pampa und mit keinem genauen Ziel vor Augen wo ich eigentlich hin will. Die Richtung ja, aber welches Dorf ich erreichen wollte und wo ich übernachten wollte, keine Ahnung. Ich muss sagen, das war ein schöner Augenblick. So unbeschwert und weit weg von allen Sorgen. Blöd nur, dass ich auf Grund meines Staunens irgendwie vergessen habe, dass so ein schwarzer Himmel zwar ganz schön aussehen kann, aber nicht unbedingt lieb ist. Und eher mir klar wurde, dass ich vielleicht doch mal weiterradeln sollte, brach ein Unwetter über mich herein. Das Wasser stand mir sogar in den Schuhen, aber für diesen einen Augenblick hat es sich gelohnt. Ich muss allerdings gestehen, dass, als es die nächsten Tag immer noch nicht aufhörte zu regnen, ich in Regensburg (daher vermutlich der Name) in den Zug gestiegen und nach München gefahren bin. Eigentlich wollte ich ja noch bis an die Alpen radeln. Naja, aber vielleicht hole ich das irgendwann noch mal nach.
Läcka Teigeis!
Juhuu! Endlich gibt´s ein Eis, dass wie roher Kuchenteig schmeckt!
Wäh!
Es gibt wohl nichts unromantischeres, unerotischeres und unschöneres, als auf der Autobahn entlang zu kurven und plötzlich schräg hinter sich die donnernde Hupe eines LKWs zu hören: „Wooooooob!! Wooooooob!!“ Erschrocken wirbele ich herum und schau ob mein Kofferraum zu ist. Komischerweise denke ich jedes Mal, wenn irgendwer in meinem Umfeld hupt, dass mein Kofferraum offen ist und mein Gepäck herausfliegt. Egal. Ich schaue also in den Rückspiegel und sehe, nachdem ich mich vergewissert habe, dass mein Kofferraum zu, Hund und Gepäck noch anwesend sind, wie der LKW-Fahrers des hupenden LKWs mir einen Lufkuss zukommen lässt. Wäääähhh! Am liebsten wäre ich rechts ran gefahren, ausgestiegen und hätte große braun-grüne Brocken auf die Straße gebrochen. Allerdings wäre dann die Gefahr zu groß gewesen, dass der ohnehin schon notgeile LKW-Fahrer angehalten und mir beim Brechen unter die Arme gegriffen hätte. Widerlich! Dagegen ist das allmorgendliche Hinterhergepfeife der Bauarbeiter auf dem Weg zur Arbeit nur halb so schlimm.
Verföhnt
Das kommt davon, wenn Frau, in diesem Falle meine Wenigkeit, sich kopfüber die Haare föhnt, weil sie der Meinung ist, dass die Haare so schneller trocknen. Was auch nicht verkehrt ist, allerdings sich die Lage der Haare drastisch ändert, was wiederum zur Folge hat, dass Frau gleich noch mal die Haare waschen und richtig herum föhnen darf. Grmpf.
Autofahren in und um München
Dass ich Autofahren liebe, sagte ich ja bereits. Aber was ich nicht liebe ist, wenn sich andere Verkehrsteilnehmer nicht an die Vorschriften halten. Dabei meine ich weniger das zu schnell Gefahre (wurde selber des öfteren in der 30er Zone mit 40 und in der 100 Zone mit 130 erwischt – Pillepalle), sondern viel mehr das Nichtbeachten der Vorfahrtsregeln. Gestern bin ich suchend um mein Auto gegangen, weil mir momentan ständig die Vorfahrt genommen wird. Ich dachte, dass mir jemand vielleicht aus Spaß einen Zettel ans Auto geklebt hat mit der Aufschrift: „Nehmt mir die Vorfahrt – ich bin ihrer nicht wert.“ Vermutlich noch ein Kindheitstrauma aus Schulzeiten, wenn ich stundenlang mit einem Zettel am Rücken beklebt „Ich bin dumm bitte schlagt mich“ durch die Gegend gelaufen bin und mich sogar die Lehrer angegrinst, aber nichts gesagt haben.
Ach ja, und dann wären da noch so kleine, entweder weiß oder orangene Dinger am Auto. Außen vorne und hinten, rechts und links. Liebe münchner Autofahrer, diese Dinger nennt man Blinker und die sind nicht nur da um lustig auszusehen, wenn man mit der Fernbedienung sein Auto auf und zu sperrt. Nein, da kann man sogar einen Hebel betätigen, der dem Fahrer des hinteren Fahrzeugs klar macht, dass man entweder nach links oder rechts fahren will. Aber wozu eigentlich? Der wird schon in die Bremsen steigen, wenn man einfach rüber fährt. Und wenn nicht, dann ist es ja auch nicht so wild, weil der Fahrer des hinteren Fahrzeugs eh eine Teilschuld bekommt. Alles prima. Ich werde mir demnächst die Blinker abmontieren lassen und mir Getränkehalter anschrauben. So können sich die umherfahrenden Autofahrer noch eine kühle Erfrischung bei mir an der Ampel abholen, anschließen auf der Spur nebenan vorbeiziehen und mich dann ohne zu blinken schneiden. Und was mich dann am meisten aufregt, ist diese Handbewegung. Dieses „Hach, vielen Dank fürs reinlassen“-Gewinke. Als hätte man in München eine andere Wahl…
Mäcci
War gerade eben mal kurz bei Mäcci. Und siehe da: Ich wollte mein Cheeseburger-Menü Maxi bestellen, als die diesmal freundliche Dame meinte, dass es das nicht mehr gibt. Das erklärt wohl den „Faddal Error“ der „Kuckst du“- Kuh von letzter Woche. Nur das diese anscheinend nicht wusste, dass der Laden in welchem sie arbeitet, das nicht mehr führt. Hm…was soll ich denn nun in Zukunft bestellen? Den WM-Scheiß? Ach herrje…Probleme gibt’s…
Bigger is better
Es geht ja irgendwie das Gerücht um, dass wir Frauen schwer glücklich zu machen seien.
Das mag bei diversen Ziegen oder auch Zicken, deren Schuhe bis unters Kinn reichen und sie 20 cm größer machen, die einen Kreischanfall bekommt, wenn sie ihren Lippenstift zu Hause vergessen hat, die neben sich eine hässliche fette „Freundin“ durch die Stadt schleppt um selber noch hübscher auszusehen, die beim Aussuchen ihres Freundes zuerst nach dem Gehalt und dem Wagen fragt und die, die mit 49kg heulend vor dem Spiegel steht weil sie sich zu fett findet, auch tatsächlich zutreffen. Ich meine, was will Mann so einem Wesen schenken? Die Schuhe sind nicht teuer genug und der Absatz ist zu niedrig. Der Lippenstift passt nicht zu den restlich Farben die sie sich ins Gesicht schmiert. Das Auto hat kein echtes Rindsleder und hat 3 PS weniger als das Auto von Freundin XY. Schicke Klamotten in Größe S enden in einer Katastrophe mit Heulkrampf und Wutausbrüchen, da Ziege nicht S sondern XS hat und sich sogleich den Finger in den Hals steckt.
Bei mir hingegen ist das ganz einfach, wie Fabian richtig erkannt hat. Der hat mir nämlich aus Amerika meine geliebten Nerds mitgebracht. Und weil 15g rund 60 Kalorien haben und mir das so was von egal ist, wie er ebenfalls richtig erkannt hat, hat er mir gleich die Megapackungen mitgebracht. Die sind so was von lecker! Da wiege ich gerne 1kg mehr, habe S und nicht XS, fahre eine Reisschüssel, trage Turnschuhe und meine Lippen brauchen keinen Stift.
Dei Muddatag!
Heute ist ja Muttertag. Wobei mich das Wort „Mutter“, oder besser gesagt „Mudda“ im Türkenslang, was wiederum nicht heißen soll, dass ich eine rassistische Ader im Allgemeinen oder etwas gegen Türken im Speziellen hätte, an folgende, wieder einmal bei McDonalds, Geschichte erinnert.
Ich: „Hallo. Ein Cheeseburger Menü Maxi bitte mit einem Orangensaft.“
Sie, im Türkenslang und super agro in die Kasse hämmernd: „Na, geht nix!“
Ich: „Naja, dann nehme ich eine Cola dazu.“
Da ich fast immer das gleiche bei McDonalds bestelle weiß ich, dass der Orangesaft nicht beim Menü dabei ist und etwas mehr kostet. Ich dachte das wäre das Problem.
Sie, wieder zornig in die Kasse hämmernd: „Na, geht nix, ok??!“
Ich:„Ja, ist ja kein Problem. Dann nehme ich einfach eine Cola dazu.“
Sie, immer wütender werdend, klappt die Anzeige der Kasse runter, quetscht mir dabei meine Hand ein und schnauzt: „Kuckst du! Ich tippe Cheeseburger Menü Maxi ein, kommt Faddal Error. Du mir jetzt glauben, hä?!“
Ich bin kein Mensch der auf den Mund gefallen ist und wenn jemand unverschämt zu mir ist, kann ich ein Arsch werden. Ich starrte die Trulla an und sie starrte mich mit ihren zornigen grünen Augen zurück an. Ich wollte gerade sagen, dass sie mal Ihren Ton überdenken soll, wenn sie hier noch weiter arbeiten will, als sich mein Kleinhirn meldete:
„Wenn du jetzt was Falsches sagst, springt sie über den Tresen, bricht dir mit einer Headnut die Nase, schleudert dich zu Boden, stopft dir den Cheeseburger in den Mund, die Pommes in die Nase und wartet bis du dran erstickt bist. Von den umstehenden Gästen, die alle zwischen 13 und 18 sind, keine Hilfe zu erwarten. Die zücken ihr Videohandy und filmen das Ganze, weil es cool ist Gewaltvideos auf seinem Handy spazieren zu tragen.“
Ich:“Ok. Dann nehme ich ein normales Menü.“
Sie: „Was Getränk??“
Kleinhirn: „Sag bloß nicht Orangensaft.“
Ich:“Egal…Cola. Cola wenn´s geht.“
Kleinhirn: “Gut gemacht. Du weißt ja nicht welche Brüder im hinteren Teil der Küche die Brötchen belegen.“
Ich meine mir einzubilden, dass ich die Burger und die Pommes an jenem Tag ein bisschen schneller gegessen habe als sonst…



