Archive for April, 2006

Sonntag, April 30th, 2006

It´s hard to rock!

Wie schon von Fabian gepostet, muss ich darauf hinweisen, dass Guitar Hero schon fast als Sportart gelten könnte. Wie man unschwer an den verzogenen Gesichtern erkennen kann…

Samstag, April 29th, 2006

Die U-(nheimliche) Bahn

S-Bahnen sind das Allerletzte. Die haben ständig Verspätung, fahren super langsam und sind in meinen Augen einfach doof. Deshalb fahr ich lieber U-Bahn. Die sind schick, schnell und meistens pünktlich. Allerdings habe ich manchmal Angst vor dem Fahren mit der U-Bahn. Vielmehr eigentlich vor den Leuten die damit so fahren. Da ist zum Beispiel der Serienmörder-Typ. Äußerlich recht normal, sitzt er hinten rechts oder links in der Ecke. Bei genauerem Betrachten sieht man jedoch, dass ein nervöses Zucken eins seiner Augen umspielt und er mit sich selber redet. Ganz leise. Aber er tut es. Wahrscheinlich ist er kein Serienmörder. Aber er könnte durchaus einer sein.

Dann wäre da der „Ich höre so laut Walkman, dass alle mitsingen können“-Typ. Ein extrem lässig gekleideter Halbstarker, bei dem man das Gefühl hat, man bekommt sofort eins auf die Nase, wenn man ihn nur falsch anschaut.

Die „Meine Handtasche braucht einen eigenen Sitzplatz“-Oma tut so, als wäre sie taub wenn man höflich fragt ob der Sitzplatz, auf dem ihr Tasche liegt, frei ist. Dumme Kuh.

Ach ja, dann gibt’s da noch die “Hach, ich fahre heute zum ersten Mal in so einer Bahn“-Schlampe, deren Chauffeur krank ist, selber zu blöd zum Autofahren ist, und sich möglichst irgendwo an die Seite presst um ja mit keinem anderen Fahrgast in Berührung zu kommen. Dass dabei der 30.000 Euro teure Nerz an der Innenwand der Bahn entlang wuselt nimmt sie wegen der schwierigen Umstände heute mal in Kauf.

Lieber MVV oder Deutsche Bahn oder wer auch immer, eine Frage: Könntet ihr bei der nächsten Auslieferung neuer U-Bahnen auch gleich die passenden Fahrgäste mit ausliefern? Das wäre lieb. Danke.

Mittwoch, April 26th, 2006

Akte Enttäuschung


„Die Wahrheit ist irgendwo dort draußen, ach ja, und vertrauen Sie niemandem.“ Das waren noch Zeiten. Als der Dienstagabend das Highlight der Woche war. Wenn Mulder und Scully nach Vampiren, Aliens und sonstigem Zeug jagten. Alles, absolut alles hatte ich mir von Akte X gekauft. Tassen, Schlüsselanhänger, Poster, Bücher, Kalender, DVDs, Cds, sogar ein Drehbuch. Auch die Europameisterschaft im Akte X- Wissen hätte ich vermutlich gewonnen, wenn… ach, das ist zu peinlich. Auf jeden Fall habe ich die Antwort gewusst.

Naja, das ist es lange her, aber ich habe Mulder uns Scully immer noch in Lebensgröße aus Pappe in meinem Zimmer stehen. Auch alle Poster hängen hier noch. Und gestern, da fing ich an in meiner Sammlung zu stöbern. Jeden Artikel hatte ich damals gesammelt und ich muss sagen, dass ich doch sehr stolz auf meine Sammlung bin. Und dann, ja dann stolperte ich über das erste Akte X Comicheft, was ich mir damals gekauft hatte. Und da kam sie. Die große Enttäuschung. Es ist mir damals nicht aufgefallen, aber das Comicheft ist ja so was von schlecht gezeichnet. Wie heißt es so schön: Liebe macht blind und deshalb ist es mir früher wohl nicht aufgefallen. Eigentlich schrecklich. Stelle man sich doch vor, man heiratet, wacht eines Tages neben seinem Schatz auf und denkt sich: Ach du Schande! Was hab ich getan?

Montag, April 24th, 2006

Frosch und Ente

Herr Frosch und Frau Frosch hüpften entlang den Bahngleisen. Herr Frosch:“ Komm Schatz, da legen wir uns drauf. Da ist es immer schön warm in der Sonne.“*hüpf*
„Ach, ja und wenn es anfängt zu vibrieren, huch!, so wie jetzt, dann schnell wieder hinunter, dann kommt nämlich ein Zug.“ spricht´s und springt herunter.
Frau Frosch: „Was? Ich verstehe dich nicht, es vibriert so laut!“ *Flatsch!* Frau Frosch vom Zug überfahren tot.
Kommt eine Ente vorbei: „Du hast deine Frau umgebracht!“
Herr Frosch: „Du kannst mich nicht fertig machen. Ich wollte ihr nur zeigen, wie schön warm die Gleise von der Sonne sind. Ich habe Gutes getan“
„Oh ja, du hast sogar dein Bestes getan. Es war gut gedacht, aber schlecht gemacht.“
„Du willst sagen, es wäre schlecht Gutes zu tun?“
„Nein.“
„Du willst sagen, etwas Schlechtes gut zu machen ist richtiger als falsch?“
„Was ich sagen will“ quakte die Ente „ist, dass es unnötig ist, sich in Gefahr zu bringen.“
*Plob* Da wurde der Frosch zum Prinzen und aß die Ente.

Sonntag, April 23rd, 2006

T-Day


Winter find ich gut. Aber hach, wenn ich dann so etwas sehe, hüpft mein Herz ganz vergnügt und die Laune steigt ungemein. Jetzt ist er auch bei mir angekommen. Der wunderbare Frühling und damit die T-Shirt-Saison.

Samstag, April 22nd, 2006

Hinweis

Wenn man nachts um 3Uhr eine Fahrradtour durch München macht, sollte man auf Kaninchen aufpassen. Und das, obwohl Ostern vorbei ist.

Donnerstag, April 20th, 2006

Hart aber herzlich


Es war ein harter Kampf. Die Augen schmerzen, die Hände zittern. Zu wenig geschlafen, kaum etwas gegessen. Oft geflucht, viel gejubelt. Nicht selten verzweifelt, abgeschottet von der Außenwelt. Heute Abend, die letzten drei Stunden. Es war verdammt knapp und so schwer. Unzählige Monster, zum Teil bescheuerte Mitspieler. Andere wieder sehr genial.
Ein bisschen Wehmut überkommt mich. Jetzt, wo die Welt gerettet ist. Ich freue mich auf das Neue. Aber davor noch schlafen…

Mittwoch, April 19th, 2006

Seltsam, seltsam…

In meiner jugendlichen Unschuld schlendere ich den Gang der Büroräume entlang. Plötzlich ein komisches Geräusch. Gepolter, gefolgt von Geschreie und Gelächter mehrerer Personen dringen auf den Gang. Wieder Gepolter. Ich bleibe stehen und lausche. Die Geräusche kommen aus einem der Büroräume. Lautes Gelächter. Ich stehe vor der Türe und mir wird klar, dass der Raum hinter der Türe gar kein Büroraum ist. Was ist da los? Plötzlich geht die Türe auf. Erschrocken zucke ich zusammen. Vor mir steht Kollege M. völlig verschwitzt und lächelnd. Im Hintergrund seine Kollegen, ebenfalls alle total verschwitzt und lächelnd. Ich stehe da und kucke. Versuche zu lächeln. „Manchmal muss ich auch vor lauter Lachen schwitzen.“ rede ich mir ein. Aber dann war da noch dieser Mann mit Kamera. Der hat das ganze gefilmt. Wirre Gedanken wie Hätte ich meinen Blog statt Pia-no vielleicht Por-no nennen sollen? prügeln sich in meinem Kopf um den Platz in der vordersten Reihe.
Manchmal, ganz manchmal, da hab ich ein bisschen Angst…

Sonntag, April 16th, 2006

Schwarze Schafe an Ostern

In meinem Leben war ich schon immer das schwarze Schaf in der Familie. Das fing schon in der Grundschule an. Ich musste nachsitzen, weil meine Schrift nicht schön genug war. Ich hatte bereits in der ersten Klasse Nachhilfe in Mathe und irgendwie saß ich lieber mit meinem Kuscheltier in der Ecke anstatt mit den anderen Mädchen Pferdchen zu spielen. Die einzigen Fächer, in denen ich gut war, waren Kunst, Sport und Musik. Aber die zählen ja nicht zu den Schulfächern. Und jetzt, nach all den Jahren in denen ich dachte, die Menschen um mich herum hätte akzeptiert, dass ich eben das mache wozu ich Lust habe, folgende Situation:
Beim Essen mit Freunden von meinen Eltern und ihrer 22 Jahre alten Tochter Mausi. Eher eine Ratte als eine Maus, aber egal.
Mutter von Mausi: „Und Pia, was macht dein Praktikum?“
Ich: „Macht mega viel Spaß und die Leute sind alle super nett.“
Vater von Mausi: „Was machst du da eigentlich genau?“
Ich: „Ich spiele neue Computerspiele und schreibe dann darüber. Also was ich gut finde, was nicht und warum ich das so finde.“
Er: „Ah…“

Gedrücktes Schweigen gefolgt von einem mir Mitleid schenkendem Lächeln, Mausi kichernd.

Ich, um die seltsame Situation zu entspannen: „Und Mausi…was machst du so?“
Mausi: „Ich schreibe gerade meine Doktorarbeit.“

Für einen kleinen winzigen Moment, einen Bruchteil einer Sekunde, taten mir meine Eltern irgendwie leid. Obwohl sie das sicher nicht müssen.
Klar, mit 22 ist das Leben ja schon fast wieder vorbei, da muss man noch schnell seinen Doktor machen, damit das Leben einen Sinn hatte. Ist ja nicht zum Spaß haben da, so ein Leben.

Später im Auto mein Schatz zu mir: „Wie viele Leute studieren Medizin und machen Ihren Doktor? Das ist doch nichts Besonderes. Dein Traum war es doch schon so lange ein Praktikum bei der GameStar zu machen und du hast es geschafft. Das ist was Besonderes.“
In diesem Sinne, ganz besonders an alle „schwarzen Schafe“ in diesem Leben: Frohe Ostern und macht weiter so!

Freitag, April 14th, 2006

Nachts…

Einmal, da bin ich nachts nach draußen gegangen und habe im Schlafanzug einen Löwen getötet. Ich frage mich bis heute, was er in meinem Schlafanzug verloren hatte.